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 BD10263_.GIF (663 Byte)  Sommerurlaub Norwegen und Schweden 1996         WB01158_1.GIF (255 Byte)  Startseite-Skandinavien

 


 

Sonntag, 7.7.1996
Wir haben es wieder einmal geschafft - der Urlaub steht vor der Tür! Haben nur die Fähre Kiel - Oslo gebucht.
Auch diesmal wieder mit Color Line. Alles andere auf eigene Faust. Das Wetter in Berlin ist Norwegen - Wetter.
Angenehme 18° - 20° ! Um 14:30 Uhr geht unsere Fähre. Als wir zu Hause losfahren, ist es 6:40 Uhr und leicht bewölkt
bei 11°C. Die Strecke ist noch schön leer, und wir kommen gut durch. Noch bei Esso tanken ( DM 1,60 pro l - in Berlin
DM 1,46 pro l ) und eine kleine Pause. Gegen 10:00 Uhr sind wir in Kiel. Die Langeland - Fähre legt gerade an. Die
Sonne kommt raus und es wird warm. Wir gehen noch etwas in die Stadt. Heute ist Trödelmarkt. So einen riesigen Markt
haben wir noch nie gesehen. Um ca. 13:00 Uhr können wir auf´s Schiff fahren. Wir haben beide Strecken auf Kronprinz
Harald gebucht. Es sind jetzt 22°C. Unsere Kabine ist sehr schön groß. Haben eine Drei-Sterne Kabine gebucht( DM 1.667),
aber eine Vier-Sterne Kabine an Bord bekommen. Sie liegt auf dem 8. Deck fast an der Kommando-Brücke. Die Sonne ist 
schön warm! Nach ca. 4 Stunden Fahrt kommen wir an einen riesigen Brückenbau. Dänemark wird hier durch eine neue
Brücke verbunden. Die Fahrt ist sehr ruhig. Wir werden jetzt duschen und dann zum Essen gehen. Das Essen ist, wie immer,
hervorragend!! Norbert ißt: Gratinierte Garnelen, Schweinefilet in Curry auf Reis. Ich esse: Gedünsteten Lachs in
Sahnecremesoße, Lammcarree mit Rosmarin, Pilzen und Kartoffeln in Sahnesoße. Dazu einen Abruzzen -Wein Caruso
Montepulciano 1991er. Zum Abschluß noch einen Espresso. Alles zusammen NKR. 540. Es war köstlich!!! Jetzt noch ein
Spielchen am einarmigen Banditen und dann gehen wir auf die Kabine. Es ist jetzt 22:00 Uhr und noch hell draußen. Mal
sehen, was wir morgen für Wetter haben. Na, dann Gute Nacht! Hoffentlich kann ich gut schlafen. Das Schiff liegt ganz
ruhig! Bis morgen!

   

Montag, 8.7.1996
Wir haben beide sehr gut geschlafen. Es ist bewölkt bei 13°C. Das Frühstück ist, wie immer, gut (NKR. 68). Da viele Busse
an Bord sind, ist es im Restaurant sehr voll. Wir frühstücken in Ruhe, und gehen noch ein wenig an Deck. Unser Schiff läuft
jetzt in den Oslofjord ein; für uns immer wieder ein schöner Anblick! Um 10:00 Uhr legen wir an. Und dann geht´s los - die
E6 Richtung Dombas (Softeis essen) und weiter nach Trondheim. Auf der Fahrt nach Dombas scheint mal die Sonne und
mal regnet es. Um 15:10 Uhr sind wir in Dombas. Der Verkehr auf der E6 ist sehr stark und manche tuckeln mit nur 70 oder
60 km/h, wo 90 km/h erlaubt sind. So kommt es immer wieder zu Autoschlangen und keiner traut sich so recht zu überholen.
Dann hat man plötzlich wieder kilometerweit freie Fahrt bis zum nächsten Wohnwagen oder Schleicher. Das Softeis in
Dombas schmeckt immer noch lecker. Es ist sehr voll hier und außerdem gibt es eine künstliche Grotte, in der man Besuchern
Trolle zeigt. Wir können uns das verkneifen! Kaufen uns noch schnell eine Cappelen-Kart 3 für NKR. 79 ( beste norwegische
Straßenkarten!! ) und dann geht es weiter über´s Dovre-Fjell Richtung Trondheim. Leider haben wir hier nur Regen, und die
Temperatur liegt jetzt bei 7°C! Schade!! Hinter Oppdal und Berkak klärt das Wetter auf. Es sind jetzt wieder 16°C. Sind von
Oslo ungefähr 470 km gefahren, und haben nun kurz vor Stören eine schöne Hütte auf einem Campingplatz gefunden.
Gullvag-Camping-Hytter ohne Dusche und WC NKR. 250, Hytter mit Dusk+WC NKR. 450. Wir nehmen die Hütte für NKR.
450. Sie ist sehr gemütlich und sauber. Der Campingplatz liegt etwas abseits der Straße( E6 stört nicht ) und hat viele Tiere,
ist sehr kinderfreundlich und liegt direkt am Fluß und an der Eisenbahnlinie. Die stört aber auch nicht. Es gibt sogar einen
beheizten Swimmingpool und ein Solarium. Man kann hier wohl auch sehr gut angeln. Vertreten uns noch etwas die Füße und
besuchen die Pferde, die Ziegen, die Hühner und die Kaninchen. Es ist jetzt 22:30 Uhr und noch sehr hell. Gegenüber an der
Nachbarhütte wird gegrillt. Wir trinken noch einen schönen Schluck Wein und sehen uns die Route für morgen an. Sind schon
gespannt, was uns erwartet.

                                                                               

Dienstag, 9.7.1996
Heute ist es bewölkt, und wir haben 10°C. Um 8:30 Uhr geht es los. Wir fahren über Trondheim Richtung Steinkjer. Von hier
an wird es landschaftlich sehr schön. Vorbei geht es am Snasavatnet Richtung Grong. Das Wetter klärt auf, und die Sonne
scheint. Es sind jetzt angenehme 16°C. In Grong essen wir zu Mittag. Anschließend fahren wir weiter zum Fiskumfoss. Es ist
ein Wasserfall mit Lachsleiter, der gleichzeitig auch Kraftwerk ist. Hier steht auch das Lachsaquarium (NKR. 40). Es ist
überall angenehm leer. Autos fahren auch nicht mehr so viele wie südlich von Trondheim. Das Lachsaquarium hat ein nettes
Restaurant. Weiter geht es durch das herrliche Namdalen. Es ist eine atemberaubende Landschaft! Das Wetter ist herrlich!
Hinter Namskogen verlassen wir Nord-Tröndelag und kommen nach Nordland (Nordnorwegen). Hier gibt es viele gute und
bekannte Gegenden, wo man hervorragend angeln, aber vor allem sehr gut Lachs angeln kann. Wir machen hier eine kleine
Pause und trinken einen Kaffee. Bei Brenna biegen wir dann ab auf die 76 (ehemals 803) Richtung Tosbotn am Tosenfjord.
Kurz vor Tosbotn ein 6 km langer Tunnel. Es ist unheimlich hier drinnen! In Tosbotn angekommen, bietet sich uns eine
wundervolle Aussicht! Es ist phantastisch!! Man kann es gar nicht so recht beschreiben; man muß es einfach gesehen haben!
Herrliche Seen, schneebedeckte Berge, und dazu das wunderbar leuchtende Grün der Bäume. Dazwischen schillern
abertausende Blumen in allen nur erdenklichen Farben. Wir sind ganz benommen von soviel schöner Landschaft!! In Tosbotn
gibt es einen kleinen Campingplatz mit Hütten fast am Fjord gelegen. Es ist jetzt 18:45 Uhr, und wir beziehen eine hübsche
und saubere Hütte mit allem Komfort für NKR. 500. Packen ein wenig aus und fahren dann noch ca. 50 km bis Hummelstö
immer am Tosenfjord und an vielen kleinen, leuchtenden Seen vorbei. Um 21:00 Uhr steht die Sonne immer noch recht hoch
über dem Fjord. Es ist ein sagenhaftes Licht, und man kann gar nicht aufhören hinzuschauen!! Ich fotografiere wie wild!
Tausende kleine, gelbleuchtende Hornveilchen säumen die Straßenränder. Der Flieder blüht in herrlichem Lila. Es ist wie im
Buch der Trolle! Hier muß man sich einfach wohl fühlen und entspannen!! Die hohen Kuppen der Berge werden jetzt von
einem strahlenden Rot der Abendsonne angeleuchtet, und das Grün der Bäume wirkt jetzt richtig unecht! Aber es ist alles
wirklich so - man muß es eben gesehen haben! Das war heute ein wunderbarer Tag, und wir haben viel erlebt. Hoffentlich
läßt uns auch morgen das Wetter nicht im Stich. Wieder zurück in der Hütte, essen wir noch eine Kleinigkeit und dann geht´s
unter die heiße Dusche und ab in´s Bett. Ich werde bestimmt von den herrlichen Farben am Tosenfjord träumen! Jetzt um
0:10 Uhr ist es immer noch taghell. Um 3:30 Uhr werde ich wach. Es ist immer noch so hell, daß man gut sehen kann.
   

                               

                      
Mittwoch, 10.7.1996
Die Sonne strahlt und es ist herrliche, klare Sicht. Heute geht es unter anderem zum Svartisen, dem zweitgrößten Gletscher
Norwegens. Die Hütte am Tosenfjord war wirklich schön und ist sehr zu empfehlen. Es gab sogar einen Toaster!! Auf geht´s
in Richtung Mosjöen, vorbei am Laksfors, einer 200 m langen Lachsleiter am Wasserfall. Wir haben jetzt 12°C. Mosjöen
liegt nun hinter uns, und wir fahren bei Osen ab zum Elsfjord (ca. 7 km mit sehr lohnenswerter Aussicht!). An Mo i Rana
fahren wir vorbei und biegen bei Rössvoll ab zum Svartisen (sehr, sehr!! schlechte Straße bis zur Grönligrotte und weiter bis
zum Gletscher!!). Bis zum Gletscher sind es 21 km. Am Parkplatz geht´s dann auf´s Boot und anschließend noch 2 km zu Fuß
direkt bis zum Gletscher. Wir verzichten auf Gletscher und Grotte und fahren lieber in Ruhe durch das herrliche Dunderlands-
dalen. Es ist angenehm warm bei 18°C. Bei ca. 586m ü. M. sind wir jetzt an der Waldgrenze und werden in wenigen Kilometern
am Polarkreis sein. Die Landschaft ist hier ähnlich wie in Nord-Dalarna (Schweden). Es gibt keine Bäume mehr, dafür aber
viele herrliche Flechten. Nach etwa 1200km Fahrt von Oslo haben wir nun den Polarkreis erreicht. Ich hole uns einen Stempel
für den Paß. Der Polarkreis liegt 66° 33`N und im Moment haben wir erfreuliche 17°C. Viele Leute haben hier zahlreiche,
kleine Trolle (Steinhaufen) errichtet. Es sieht ganz hübsch aus. Ich baue auch einen ganz, ganz kleinen Troll. Das bedeutet,
hier kommen wir noch mal her. Ganz bestimmt!! Außerdem soll es Glück bringen! Es gibt auch gar nicht so viele Leute hier,
wie man sich das immer vorstellt. Nachdem wir die Polarkreissäule besichtigt haben, fahren wir weiter bis Storjord und biegen
ab ins Junkerdalen. Vereinzelt ziehen Wolken auf und es regnet ein wenig. Das Tal ist sehr hübsch und zieht sich bis zur
schwedischen Grenze hin. es gibt hier ein paar Hütten, und wir haben auch Glück. Für NKR 350 beziehen wir ein Reihen-
Apartment im Junkerdal Fjellcenter. Wenn man schon so zwischen 16:00 und 17:00 Uhr nach einer geeigneten Unterkunft
Ausschau hält, hat man eine sehr gute Chance, noch eine komfortable Hütte mit Dusche und WC zu bekommen. Bei späterer
Suche kann es schon mal passieren, daß man auf Dusche und WC verzichten muß. Das bedeutet, man muß dann die meist
sehr gepflegten sanitären Anlagen des Campingplatzes benutzen. Wir laden aus und fahren noch nach Sverige (Schweden)
rüber. Hier ist Wildnis pur. Überall liegt noch Schnee. Nur die Rentiere sind hier zu Hause. Vereinzelt ein paar versteckte
Hütten, sonst nur herrliche Landschaft! Nach einigen Kilometern drehen wir wieder um und fahren zum Fjellcenter zurück. Es
hat aufgehört zu regnen und wir haben 15°C. Jetzt um 22:00 Uhr ist es immer noch so hell, daß man im Zimmer ohne Licht
sitzen kann. Morgen geht´s wieder zurück zur E6 und noch ein wenig durch´s Saltfjell Richtung Fauske. Gute Nacht!
      

    

Donnerstag, 11.7.1996
Guten Morgen! Wir haben gerade festgestellt, daß es kein Wasser gibt! Also, schnell den letzten Rest in einen Eimer laufen
lassen. Wenn wir nun nicht richtig saubermachen können, ist das nicht unser Problem. Es ist sehr neblig, und wir haben 12°C.
Heute wird das Wetter bestimmt schön. Die ganze Nacht war es hell. Das ist schon ganz schön ungewohnt. Wir fahren los,
vorbei an Melby, wo die 812 zum Saltstraumen und weiter nach Bodö abzweigt. Wollen hier auf dem Rückweg reinfahren.
Weiter geht es vorbei an Fauske, wo einer der größten Marmorbrüche liegt. Der Ankersche Marmor wurde u. a. schon an
das UNO-Gebäude in New York geliefert. Die Strecke hinter Fauske ist wunderschön und besteht aus vielen Brücken und
Tunnels. Von Sommarset nach Bonnäsjöen fuhr früher eine Fähre ca. 15 Minuten. Heute führt eine herrliche Straße, die E6,
direkt am Fjord entlang. Wir fahren wieder fast an der Baumgrenze. Ganz in der Nähe befindet sich der Rago Nationalpark
mit 179 Quadratkilometern Fläche (unberührte Wildnis, schöne Wasserfälle und gute Angelmöglichkeiten). Es klärt etwas
auf. In Sagelva sehen wir uns die Felszeichnungen an (2 Rentiere-ca. 5.000 Jahre alt). Bei Ulsvag fahren wir auf die 81 über
Hamaröy nach Skutvik (sehr, sehr schön!!!). Hamaröy besteht aus einem einzigen Blütenmeer! Die Fähre ab Skutvik auf die
Lofoten soll um 14:30 Uhr gehen, fällt aber wegen Streik aus. Die nächste Fähre geht um 17:45 Uhr. Wir beschließen, nicht
anders zu fahren, und warten. Es fängt stark an zu regnen. Wir essen hier im Ort eine Kleinigkeit. Es schmeckt sehr gut!
Rindergeschnetzeltes mit Reis. Die Fähre auf die Lofoten geht 2 Stunden. Sie ist voll bis auf den letzten Platz. An Bord essen
wir ein leckeres Reker-Brötchen (Krabben) und trinken einen Kaffee und eine Schokolade. Um 19:45 Uhr legen wir bei
Regen in Svolvaer auf den Lofoten an. Es ist nicht viel zu sehen, da alles im Nebel und in den Wolken liegt. Wir fahren zum
Touristenbüro. Die Dame ist sehr nett und bemüht sich reizend um uns. Sie bucht für uns 5 Nächte in Ballstad auf der Lofoten-
Insel Vestvagöy. Es ist ungefähr in der Mitte der Lofoten gelegen und für uns sehr gut, um alles zu erkunden. Sollten die 5
Tage nicht reichen, bleiben wir noch ein-zwei Tage länger. Es ist verhangen, hat aber aufgehört zu regnen. Um 21:30 Uhr
kommen wir in Ballstad an. Es ist phantastisch!! Genauso, wie ich mir Vieles auf den Lofoten vorgestellt habe! Ein kleines
Fischerdorf direkt am Meer, und wir wohnen in einem Rorbu. Die Rorbus waren früher die Unterkünfte der Fischer, die man
heute für die Reisenden hergerichtet hat. Wir wohnen in der Rorbu-Anlage Hattvika-Brygger mit 10 Apartments. Die Rorbus
stehen alle auf Stelzen direkt im Wasser. Es ist hier wunderschön!!! Unsere Unterkunft ist mit allem Komfort, und wir fallen
vom Fenster direkt ins Wasser! 600 NKR. pro Nacht (Dusche, WC, TV, Telefon und Küche). Alles sehr sauber! Es gibt auch
ein gemütliches Restaurant und einen kleinen Pub. Die Leute sind alle sehr freundlich. Wir fühlen uns hier pudelwohl!! Haben
wirklich Glück gehabt! Wir machen noch einen kleinen Spaziergang. Es ist jetzt 23:30 Uhr und noch ganz hell. Ist ja toll!! Wir
wohnen direkt neben dem Fischer. Ballstad war damals das erste Dorf, das die Rorbus für Urlauber ausbaute. Wir sind beide
ganz schön müde. Morgen soll es noch regnen und windig sein. Ab Samstag dann wieder schön! Na, mal sehen. Zum Ausklang
dieses erlebnisreichen Tages trinken wir noch ein Glas guten Wein!!!

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