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Deutschland-Singapore-Melbourne-Rarotonga-Aitutaki-Tahiti-Moorea-Los Angeles-Deutschland

Montag, 04.05.1998
Wir haben sehr gut geschlafen. Heute geht es zu den 12 Aposteln. Es ist heiter bis wolkig und ca. 14c.
Das Frühstück schmeckt wirklich sehr gut. Wir bezahlen und machen noch eine Zimmerreservierung für
den Grampians National Park. Werden wieder im Best Western übernachten. Als wir schon unterwegs
sind , ( ca.5 km gefahren ) merken wir zum Glück, daß unsere Jacken noch im Motel sind. Also wieder
zurück, alles einladen und weiter. Es klärt sich auf und die Sonne scheint. Fahren durch den Cape Otway
N.P. und machen in einem Regenwald halt. Man kommt sich vor wie in einem Märchenwald. Es gibt viele
riesige Farne und andere herrliche Pflanzen zu sehen. Leider haben wir nicht soviel Zeit und müssen
weiter. Schade!! Vielleicht beim nächsten Urlaub. Über eLavern Hill geht es weiter zum Port Campbell
N.P.. Auf ca. 20 km zeigt sich eine zerklüftete und bizarr anmutende Felsküste. ( Eine der
Sehenswürdigkeiten Australiens !! ) Am bekanntesten sind die 12 Apostel, London Bridge und Loch Ard
George. Es gibt hier viele Schiffwracks; fast 200 an der gesamten Great Ocean Road. Wir haben ein
Super-Wetter! Die Straßen sind sehr gut und alles ist hervorragend ausgeschildert. Wir finden, daß die
Outlooks zum Teil nicht so besonders sind, und es gibt kaum Toiletten. Sonst ist aber alles bestens. Bei
ca. 15c laufen die Leute hier schon fast alle in Shorts und T-Shirt herum! Das ist
wie in Norwegen. Die Landschaft erinnert uns teilweise an Dänemark. Es ist jetzt 14:30 Uhr und wir
machen in Warrnambool Halt, um nach den Walen Ausschau zu halten. Da haben wir aber kein Glück.
Die Wale kommen nämlich erst im Juni und Juli zum Kalben an die australische Küste.
Nachdem wir etwas zu Mittag gegessen haben, fahren wir weiter Richtung Dunkelt zum
Grampians N.P.

                                                      
An der Straße zum Park liegen viele Farmen. Dunkelt ist die Einfahrt zum Nationalpark und hat ein gutes
Visitor-Center. Da es schon 18:00 Uhr ist, fahren wir direkt zu unserem reservierten Hotel nach HallsGap.
Es liegt wunderschön mitten im Park. Jetzt in der Abendsonne sehen die Berge besonders beeindruckend
aus! Immer wieder gibt es Hinweisschilder auf Emus und Känguruhs. Wir sehen zwei Känguruhs am
Straßenrand stehen. Man sollte hier sehr vorsichtig fahren!!
Sehen auf dieser kurzen Strecke drei tote Känguruhs. Das Motel liegt herrlich eingebettet in den Bergen.
Es kostet pro Nacht 89 Dollar. Das ist o.k.. Über uns fliegen unzählige Kookaburras, auch ,,Der lachende
Hans" genannt. Es ist eine Papageienart, die einem durch ihre typischen Laute lange in Erinnerung bleibt.
Wir rufen Suzy und Graham an. Suzy hat für uns, wenn wir wieder in Melbourne sind, eine Fahrt ins Wine-
County und nach Healesville, einem riesigen Tierpark, gebucht. Haben für morgen wieder ein Breakfast
geordert. Gehen noch etwas essen. Im Restaurant gibt es keinen Alkohol, nicht einmal Bier. Es ist ein
,,BYO-Restaurant" ( ,, Bring Your Own" ). Man kauft nebenan im Supermarket ein Bier oder eine
FlascheWein und geht dann ins Restaurant und bestellt sein Essen. Gläser kann man sich nehmen und
Flaschenöffner liegen auch da. Ist schon verrückt, aber eigentlich gar nicht so schlecht! Morgen wollen wir
uns etwas im Park umsehen. Hoffentlich wird das Wetter schön!


                                                          
Dienstag, 05.05.1998
Wir haben gut geschlafen. Es ist sehr nebelig. Fahren nach dem Auschecken erst einmal Richtung
Zumstein, vorbei an vielen Rastplätzen , von wo aus man gute Wanderungen unternehmen kann. Es ist
ein wunderschöner Nationalpark und die Eukalyptusbäume sehen sehr majestätisch aus. Überall duftet es
herrlich nach Eukalyptus. Wir fahren durch riesige Nebelschwaden. Oben auf den Bergen scheint die
Sonne und man kann noch nicht viel sehen. In Zumstein auf dem Parkplatz machen wir Halt. Hier laufen
ganz viele Känguruhs herum. Sie sind so zutraulich, daß man sie streicheln kann. Sie fühlen sich ganz
weich an. Vorsicht ist aber trotzdem immer geboten!! Von einem Aussichtspunkt haben wir einen schönen
Ausblick auf die Berge und das Tal in dem Halls Gap liegt.
Alles andere liegt noch im Nebel. Im Park selbst ist kaum etwas los, aber im Sommer ist bestimmt alles
ausgebucht. Überall sind Hinweisschilder auf Känguruhs.
Wir fahren sehr vorsichtig. Langsam löst sich der Nebel völlig auf und die Sonne scheint. Fahren zurück
nach Halls Gap und verlassen den Park Richtung Arrarat und Ballarat. In Ballarat machen wir eine
Mittagspause und besuchen das Sovereign Hill, eine alte Goldgräberstadt. Ballarat war früher die Stadt,
wo der Goldrausch begann ( 1860-1870 ). Man fühlt sich in die damalige Zeit zurückversetzt. Alle
Einwohner ( Statisten ) tragen die Kleidung von damals. Sind erst spät am Nachmittag hier. In 1 1/2
Stunden wird geschlossen, deshalb kommen wir zum halben Preis rein ( 8 Dollar ). Um alles in Ruhe zu
sehen, sollte man aber schon etwas mehr Zeit einplanen. Wir werden auf jeden Fall im nächsten Urlaub
noch einmal vorbeischauen. Es ist jetzt schon fast dunkel. Die Fahrt geht nun weiter Richtung Melbourne-
Flughafen, wo wir unser Auto abgeben wollen. Die Strecke fährt sich sehr anstrengend! Der Wagen ist
wirklich gut gelaufen, und wir hatten keine Probleme.In den letzten drei Tagen sind wir ca. 900 km
gefahren. Die Tour war wirklich sehr schön! Wir hätten gerne noch etwas mehr Zeit gehabt. Am Flughafen
nehmen wir uns ein Taxi. Um 19:00 Uhr sind wir in Coburg bei Suzy und Graham. Es waren drei
wunderschöne Tage!! Bei einem guten australischen Rotwein und einem ebenso hervorragenden Eiswein
lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

                                                  

                                                                                
Mittwoch, 06.05.1998
Heute wollen wir mit der Straßenbahn nach Melbourne reinfahren. Nach dem Frühstück laufen wir zur
Tram (Straßenbahn) und fahren bis Flindersstreet (Hauptbahnhof). Wir laufen bis zum Rialto Tower, dem
höchsten Aussichtspunkt von Australien. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf Melbourne und
die Umgebung. Auf Schautafeln ist alles Wissenswerte gut erklärt. Es wird ein sehr informativer Film über
die Stadt gezeigt! Das Wetter ist, wie immer, phantastisch! Gehen ins Melbourne Centre, um etwas zu
essen. Wir essen im ,, Alten Haus" (Out Back Pub). Ich esse zum erstenmal in meinem Leben Krokodil
und Emu. Das Krokodil schmeckt wie festes Muschelfleisch und das Emufleisch ist rot und sehr
schmackhaft. Känguruhfleisch ist auch dabei, aber das habe ich ja schon probiert. Also, Emu schmeckt
mir am Besten. Für Norbert ist das alles nichts, er bestellt sich Beef Curry. Und was trinken wir dazu?
Natürlich ein Fosters! (australisches Bier). Gehen anschließend ins Internet-Café und schicken eine Mail
nach Old-Germany ( 2 Dollar ). Nun bummeln wir noch ein wenig durch die Straßen und kaufen einen
Koala-Bären. Mit der 19 (Tram) geht es dann für Dollar 1,60 zurück nach Coburg. Suzy hat ein tolles
Essen zubereitet. Es gibt eine riesige Platte mit Beef und Gemüse, dazu australischen Wein. Alles ganz
lecker! Es wird ein netter Abend.                                          
                                                      
                            
Donnerstag, 07.05.1998
Es regnet ein wenig. Wir fahren mit dem Taxi zur Swansonstreet, von wo aus der Bus startet. Um 9:50
Uhr beginnt die Tour. Wir fahren erst zum ,,Puffing Billy", einer alten Dampflock von früher. Es ist heute
ganz schön kalt ( vielleicht 7-8 c ) und wir frieren ein wenig. Fahren mit der Lock durch den Dandenong
N.P.. Mit den Gumtrees und den Eukalyptustrees sieht es aus wie im Gespensterwald. Wir sehen riesige
Farnbäume und viele Orchideen. Mit der Bahn geht es ca. 30 Minuten durch den Park. An der ersten
Station holt uns unser Tourbus wieder ab. Weiter geht's zum Yarra Glen, einem großen Weinanbaugebiet.
Wir besuchen die Furgenson-Winery und haben hier auch Lunch. Es gibt sehr gutes Beef mit Gemüse
und Kartoffeln, dazu Salat, Kaffee und natürlich roten und weißen Wein. Der rote Wein ist sehr gehaltvoll,
der weiße Wein schmeckt uns nicht so gut. Bei Suzy und Graham schmeckt er uns besser! Die Weinlese
ist hier schon im März; dann gibt es ein großes Fest. Der Bus ist schon da und wir fahren weiter nach
Healesville, wo wir einen großen Tierpark besuchen. Man kann hier fast alle Tiere Australiens bestaunen.
Es gibt viele bunte Papageien. Einer fliegt mir sogar auf den Kopf. Der Wombat, ein Beuteltier, schläft
noch. Die Dingos sind recht munter und der Koala hat gerade Dinner. Das sind schon drollige Tierchen.
Einer schläft und der andere knabbert an den Eukalyptusblättern herum. Ich mache noch ein paar gute
Fotos und dann geht es weiter Richtung Melbourne. Das Wetter hat sich so einigermaßen gehalten, nur
war es ein wenig zu kalt. An der Swansonstreet steigen wir wieder aus und nehmen die Tram Richtung
Coburg. Es ist jetzt Rush-Our. Um 18:30 Uhr sind wir bei Suzy und Graham. Morgen um 7:00 Uhr ist
Aufstehen angesagt. Unser Flug geht um 11:25 Uhr nach Auckland / New Zealand und dann weiter nach
Rarotonga / Cook-Inseln.
Ein langersehnter Wunsch geht dann endlich in Erfüllung, wir fliegen in die Südsee!!!

                                    

Freitag, 08.05.1998
Heute wird das Wetter schön. Es ist jetzt 7:45 Uhr. In Auckland / New Zealand ist es schon zwei Stunden
später. Wir überfliegen heute die Datumsgrenze und erleben morgen auf Rarotonga / Cook-Inseln den
gleichen Tag noch einmal!! Es war wirklich schön bei Suzy und Graham. Bey, bey, bis zum nächsten Mal.
Der Flug von Melbourne nach Auckland dauert 2 3/4 Stunden. Wir fliegen mit der Unitet Airlines (
amerikanisch ). Das Essen an Bord ist sehr gut. Beef mit Nußkruste, Gemüse und Kartoffeln, dazu
französischen Rotwein, Butweiser und Kaffee. In 1/2 Stunde landen wir in Auckland. In Auckland ist es
bewölkt bei 16c und etwas Regen. Haben 4 Stunden Aufenthalt. Die U.A. fliegt von hier aus weiter nach
Los Angeles und Chicago. Für uns geht es in 4 Stunden mit der Air New Zealand weiter nach Rarotonga/
Cook-Inseln. Jetzt aber erst einmal in den Transfer. Auckland ist ein toller Flughafen; supersauber, sehr
übersichtlich und gut zum Einkaufen ( günstig! ). Wir geben unser Handgepäck für Dollar 4 in Verwahrung
und gehen etwas Bummeln. Um 21:05 Uhr geht unser Weiterflug nach Rarotonga. Auf diesem Flug
überfliegen wir die Datumsgrenze. Mal sehen, wie spät es dann ist. Hoffentlich kommen wir nicht
durcheinander! Haben meine Uhr auf Deutschlandzeit gestellt; das ist eine kleine Hilfe für uns. Um 2:30
Uhr landen wir auf Rarotonga/ Cook-Inseln. Erleben jetzt den Freitag noch einmal!! Das ist schon recht
komisch und schwer zu verstehen! Von Deutschland aus haben wir noch 1/2 Nacht in unserem Hotel
dazugebucht. Wir können dann gleich bei Ankunft in unseren Bungalow ( Palm Grove Lodges ). Der Flug
dauert 3 3/4 Stunden. Die Maschine der Air New Zealand ist sehr komfortabel.
Wir haben sehr viel Platz für unsere Beine. Sitzen Reihe 18 J+K. Reihe 16 ist noch besser ( mehr
Beinfreiheit ). Haben einen sehr netten älteren Stuard.
Nachdem wir Rotwein bestellt haben, bringt er uns noch einen ganz besonderen Schluck aus der First-
Class. Ein sehr guter trockener Rotwein. Schmeckt hervorragend! Links neben uns sitzen Einheimische
mit zwei kleinen Kindern. Sehr nette Leute. Wir haben gerade die Datumsgrenze überflogen. Es ist jetzt
hier genau 12 Stunden später und noch einmal Freitag. Um 2:30 Uhr Südseezeit landen wir.
Am Flughafen von Rarotonga/ Cook-Inseln herrscht reges Treiben. Bei uns in Deutschland zu dieser
Uhrzeit unvorstellbar. Wir werden mit einem Blumenkranz begrüßt. Als wir im Hotel sind, ist es ca. 4:00
Uhr. Es ist noch dunkel und man kann nicht viel sehen., aber es muß wunderschön sein. Das lange
Aufbleiben hat uns ganz schön geschafft. Legen uns jetzt erst einmal 3 Stunden hin. Das sollte man ja
möglichst nicht tun, aber wir können einfach nicht mehr!! -- Wir haben
sehr schlecht geschlafen. Hier ist es jetzt 4 Stunden später als in Melbourne. Es ist herrlich!!!! Wie im
Traum!! Endlich sind wir in der Südsee!!! Unser Bungalow liegt direkt am Strand. An einem
wunderschönen Strand!! Wir wohnen im Palm Grove, einem hübschen Bungalow-Hotel. 8 der Bungalows
liegen direkt am Strand und ca. 7-8 Bungalows befinden sich in einer kleinen Gartenanlage, die nur durch
die sehr wenig befahrene Inselstraße getrennt ist. Die Besitzer sind
Engländer und sehr nett und hilfsbereit. Draußen am Riff brechen sich die Meter hohen Wellen. Es ist ein
toller Anblick!! Jetzt wird aber erst einmal gefrühstückt.
Auf der Insel gibt es eine sehr üppige Vegetation. Es erinnert uns ein wenig an Grenada in der Karibik.
Wir mieten uns in unserer Anlage für 2 Tage ein Mofa ( Dollar 20 pro Tag ). Um einen Überblick zu
bekommen, wollen wir einmal rund um die Insel fahren. Mit 32km Umfang ist sie recht klein. Man benötigt
für eine Rundfahrt ca. 1 Stunde; mit Anhalten natürlich viel länger. Es ist überall wunderschön bewachsen
und sehr sauber. Auf der Fahrt sehen wir viele kleine Apartmentanlagen und Bungalows. Größere
Anlagen gibt es so gut wie keine. Das größte Hotel ist das Beachcomber-Hotel. Mit dem Bau dieses
Hotels hat sich die Insel hoch verschuldet. Jeder Inselbewohner ist mit Dollar 5.000 verschuldet! Die
Westseite hat sehr schöne Strände. An der Ostseite ist es mehr steinig. Das Inselinnere ist, bis auf ein
paar kleine Straßen, kaum befahrbar. Avarua, das ist die kleine Hauptstadt der Insel. Man hat hier viele
Einkaufsmöglichkeiten. Wir kaufen für einen Freund eine,, Black Pearl" für Dollar 200 mit Zertifikat. Bei
Trader Jacks essen wir zu Mittag. Sieht aus, wie ein altes Lagerhaus. Hier soll es das beste Sashimi
geben, das ist roher Thunfisch. Am Nachmittag sind wir wieder in unserem Bungalow. Wir nehmen noch
ein Bad im Meer. Es ist ziemlich kalt, aber herrlich erfrischend. Die Müdigkeit überkommt uns. Es war
doch schon ein recht anstrengender Tag. Wir sind Deutschland jetzt genau 12 Stunden voraus. Wenn sie
zu Hause ins Bett gehen, stehen wir hier in der Südsee schon auf und frühstücken. Fahren mit dem Roller
noch etwas essen. Trinken zum Essen einen guten New- Zealand-Wein. Wieder zurück im Bungalow
schläft Norbert sofort ein. Ich versuche noch ein wenig zu schreiben, schlafe aber bei jeder Zeile ein.
Na, dann schreibe ich eben morgen weiter. Gute Nacht!!


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