Reisebericht Australien 2003    Seite 2        

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Donnerstag, 01.05.03
Heute fahren wir weiter in den Tarra Bulga Nationalpark., einem herrlichen Regenwald, der überwiegend aus riesigen Farnen
und mächtigen Eukalyptusbäumen besteht. Hier sind unter anderem der Wombat und der schöne Lyrebird zu Hause. Vom
Visitor-Center aus hat man die Möglichkeit, mehrere Spaziergänge oder Wanderungen auf gut angelegten Wegen zu unter-
nehmen. Wir laufen bis zur Suspensions Bridge, einer großen Hängebrücke, und wieder zurück. Auf der Strecke haben wir
das große Glück, einen Lyrebird zu sehen! Auf einem Rastplatz im Park treffen wir eine Familie aus Tasmanien. Das freut
besonders Helen, denn sie kommt von dort. Übrigens, Ron ist ein wunderbarer Autofahrer, und der Wagen fährt wie eine
Biene. Nach unserem Besuch im NP. fahren wir weiter zur 90-Mile- Beach. Wir fahren vorbei an unzähligen Farmen mit
hunderten von Rindern und Schafen. Durch den trockenen Sommer dieses Jahr, mussten viele Farmer ihre Rinder verkaufen
oder notschlachten, weil sie kein Futter mehr hatten. So stehen jetzt viele Farmen leer und werden zum Verkauf angeboten.
Da wir an der 90-Mile-Beach kein Hotel oder Motel finden, fahren wir ca. 39km weiter nördlich nach Sale. Es ist schon ein
größerer Ort mit etwa 30.000 Einwohnern. Wir buchen in einem Best Western zwei Doppelzimmer a` 70 AUD + Frühstück
und laufen dann in den Ort, um etwas zu essen. Nach dem Essen tut es sehr gut, noch ein paar Schritte zu laufen. Heute war
es heiter bis wolkig bei 17°C. Morgen erwartet uns ebenfalls wechselhaftes Wetter mit einzelnen Regenschauern. Je nachdem,
wie das Wetter morgen mitspielt, wollen wir einen ausgiebigen Strandspaziergang machen. Jetzt höre ich aber erst einmal auf
zu schreiben, denn mir fallen gleich die Augen zu. Morgen geht es dann wieder zurück nach Melbourne. Bis dann!
 
                                      
Freitag, 02.05.03
Es ist 8:00 Uhr und die Sonne scheint. Bei uns in Old Germany ist es jetzt Donnerstag/Freitag 24:00 Uhr. Gegen 9:00 Uhr
klopfen wir bei Helen und Ron und fahren los. Heute geht es immer Richtung Golden Beach zur 90-Mile-Beach. Als wir
losfahren, zieht sich der Himmel zu. Für heute und Samstag/Sonntag haben sie noch Regen angesagt. Am Meer angekommen,
ist plötzlich der Himmel wieder blau und die Sonne scheint. Wir machen einen ausgiebigen Strandspaziergang. Es gibt hier viele
herrliche Muscheln. Der Strand ist wirklich sehenswert. Keine Menschenseele und km-langer herrlicher, sauberer weißer Sand-
strand. Helen zieht sich die Schuhe und die Strümpfe aus und läuft barfuss. Es ist jetzt wunderbar warm. Auf der Fahrt hierher
haben wir zwei tote Kängurus am Straßenrand gesehen. Auch Wombats gibt es in Strandnähe. Nach unserem Spaziergang
fahren wir wieder zurück Richtung Melbourne. Helen und Ron wollen uns noch eine Käsefabrik zeigen. Die hat aber leider
geschlossen. Kaum sind wir ein paar Kilometer vom Strand entfernt, zieht es sich auch schon wieder zu und fängt an zu regnen.
Da haben wir ja großes Glück gehabt, dass es auf der Rundfahrt so gut wie gar nicht geregnet hat! Gegen Mittag legen wir
eine Rast ein, um eine Kleinigkeit zu essen. Wenn wir wieder bei Helen und Ron zu Hause sind, haben wir etwa 680 km mit
dem Auto zurückgelegt. Kurz vor Melbourne werden in einer kleinen Halle am Rand der Straße Produkte der umliegenden
Farmen verkauft. Alles ist etwa die Hälfte billiger als bei uns in Berlin! Ron lädt gleich einen großen Sack Kartoffeln ins Auto.
Dann geht es nach Hause. Unterwegs holen wir noch schnell für Helen und für Linette ein paar Blumen und einige Postkarten
für daheim. Bei Helen und Ron angekommen, laden wir kurz alles aus, und ich suche die mitgebrachten Geschenke für die
Kinder von Linette und Peter raus. Wir wollen Linette und ihrer Familie kurz einen Besuch abstatten. Freudig werden wir
begrüßt. Die drei Jungen sind sehr lieb und nett und freuen sich sehr über die kleinen Geschenke, die wir mitgebracht haben.
Wir verabschieden uns und fahren mit Helen und Ron noch etwas essen. Es ist ein italienisches Familien-Restaurant, und das
Essen ist super. Ich bestelle Rigatoni mit Hühnchen und Avocado in Gorgonzolasoße und Norbert isst Seafood-Pizza. Helen
und Ron essen Kalbfleisch. Alle Portionen sind riesig und kaum zu schaffen. Zum Nachtisch dann noch ein Tiramisu und einen
Espresso. Ron hat eine Flasche Wein mit ins  Restaurant genommen (BYO). Bring Your Own-Restaurants sind Häuser ohne
Ausschanklizenz, und man kann sich sein eigenes alkoholisches Getränk mitbringen. Inzwischen sind wir ganz schön müde.
Morgen legen wir erst einmal einen Ruhetag ein. Dann heißt es Kofferpacken, da wir am Sonntag nach Cairns weiterfliegen.
Vielen Dank, lieber Ron und liebe Helen, das war eine herrliche Rundfahrt!! Gute Nacht!
 
                                                                                                            
Samstag, 03.05.03
Für heute haben sie Regen angesagt und es ist bewölkt aber nicht kalt (ca. 18°C). So werden wir eben ein wenig faulenzen!
Um 9:00 Uhr frühstücken wir ganz gemütlich, ich schreibe ein paar Zeilen an Zuhause und dann packen wir die Koffer für
unsere Tour. Da wir in drei Wochen wieder zu Helen und Ron zurückkommen werden, lassen wir einige Sachen hier.
Nach dem Lunch machen wir mit Ron einen zweistündigen Spaziergang durch den nahe gelegenen N.P.. Das große Feuer
vor etwa 3 Monaten hat auch hier immensen Schaden angerichtet. Etwa 35 Löschfahrzeuge waren im Einsatz, zusätzlich noch
Helikopter mit Waterbags. Wir sehen ca. 6-8 Kängurus. Überall m N.P. gibt es ,,Tracks". Das sind große Schneisen, die bei
Bränden ermöglichen, das Feuer besser und schneller unter Kontrolle zu bringen. Am Eingang des Parks steht auf einem
Schild eine Telefon-Nummer. Sieht man einen Fuchs, ruft man sofort diese Nummer an, und ein Ranger oder Förster kommt                                   
und tötet dieses Tier. In letzter Zeit sind die Füchse hier zu einer Plage geworden. Zurück am Haus trinken wir einen Kaffee
und Ron zeigt uns einen Urlaubsfilm über Alaska. Es ist ein herrliches Land, und wir denken auch schon darüber nach, dort
einmal etwas Zeit zu verbringen. Zum Dinner gibt es Fisch und einen ganz hervorragenden Wein aus dem Barossa Valley -
einen 1996 Shiraz Rotwein! Einfach super!!! Wir reden noch lange über Gott und die Welt.
Morgen geht unser Flug nach Cairns.
 
                                                                 
Sonntag, 04.05.03
Die Sonne lacht und wir haben jetzt um 8:00 Uhr ca. 13°C. Ron sagt, es wird ein schöner Tag mit etwa 21°C. Um 11:45 Uhr
geht unser Flug nach Cairns. Aber erst einmal frühstücken wir gemütlich. Der Flug nach Cairns dauert gut 3 Stunden.
Der Flug nach Cairns dauert gut 3 Stunden. Die Sicht ist herrlich klar. Wir fliegen mit einer 737-300 der Quantas und sitzen
Reihe 12A +12B. Gleich bekommen wir einen Lunch serviert. Es schmeckt mittelmäßig. Die Maschine ist recht schmuddelig,
und die Stewardessen sind sehr unfreundlich!! Bei der Landung ist es bewölkt und es regnet. Am Flughafen werden wir schon
erwartet. Eine Stunde später sind wir im Hotel an der Trinity Beach. Es liegt wunderschön, nur durch eine kleine Anliegerstraße
getrennt, direkt am Strand. Eddie, der Manager begrüßt uns. Wir buchen gleich 3 Ausflüge und gehen dann erst einmal auf
unser Apartment. Es ist wunderbar groß und mit allem nur denkbarem Komfort. Der Balkon ist bestimmt doppelt so lang wie
unsere Terrasse zu Hause. Nun schnell die Klimaanlage an, denn die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, und bedingt dadurch ist es
sehr schwül. Die Anlage liegt in einem herrlichen Garten, und von unserem Balkon aus können wir das Meer sehen. Hier kann
man sich so richtig wohl fühlen! Wir rufen Helen und Ron an und lassen sie wissen, dass wir gut gelandet sind. Auf geht`s zum
Orientierungsspaziergang. Es gibt eine kleine Strandpromenade und einige sehr gute Restaurants. So gegen 18:30 Uhr wird es
dunkel. Das geht jetzt immer schneller, da es Herbst ist und der Winter vor der Tür steht (ab 1. Juni). In einem italienischen
Restaurant essen wir eine Pizza. Schmeckt ausgezeichnet, allerdings recht teuer! Anschließend gehen wir noch einige
Lebensmittel einkaufen, damit wir auf unserem schönen Apartment frühstücken können. Alkoholische Getränke gibt es nur im
Bottle-Shop. Kaufen einen Rotwein Mc.Williams Hanwood Shiraz 2001. Er hat 2002  eine Goldmedaille bekommen!
So, für heute haben wir genug erlebt. Morgen wollen wir früh aufstehen. Es geht auf große Fahrt in den Daintree-N.P.
und zum Cape Tribulation.
 
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