Reisebericht Australien 2003
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| Montag, 05.05.03 | |||||
| Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker. Ich habe schlecht geschlafen. Es hat die ganze Nacht geregnet- nein, gegossen!! Nun | |||||
| ist es bewölkt und es nieselt leicht. Gegen 7:30 Uhr werden wir an der Beachside des Hotels abgeholt. Es ist ein riesiges | |||||
| 4W-Drive-Fahrzeug mit übergroßen Panoramafenstern. Es ist so groß, dass sich an der vorderen Seite eine gewaltige | |||||
| Klappe nach oben öffnet, und eine Einstiegtreppe nach unten ausfährt. Im Fahrzeug ist Platz für 40 Personen. Wir sind | |||||
| heute 20 Personen. Das ist ok für solch einen Ausflug. Das Fahrzeug ist klimatisiert und sehr gepflegt. Wir haben sechs | |||||
| Engländer dabei. Jeder Sitz ist mit einem Sicherheitsgurt ausgerüstet. Wir sind fast die letzten Leute, die zusteigen. Die | |||||
| meisten Teilnehmer kommen aus den Hotels in Cairns. Auch in Palm Cove holen wir noch ein Ehepaar ab, dann sind wir | |||||
| vollzählig und es geht los. Unser erster Stopp nördlich von Cairns ist Port Douglas. Die 1877 gegründete Hafenstadt | |||||
| mit der Marina Mirage, dem Sheraton Mirage und der schönen Four-Mile Beach hat sich heute zu einem beliebten | |||||
| Touristenörtchen entwickelt. Wenige km nördlich von P.D. liegt Mossmann, ein riesiges Zuckerrohranbaugebiet. 1896 | |||||
| wurde hier zum erstenmal Zuckerrohr angebaut. Wir fahren in die Mossmann George, das ist ein Teil des Daintree | |||||
| River Nationalparks. Hier halten wir und machen eine kleine Wanderung durch den dichten Urwald. Leider regnet es | |||||
| etwas, und auch die Mücken sind recht hartnäckig. Zum Glück haben wir uns vorher mit Mückenöl eingerieben! Der | |||||
| 56.000 ha große D.N.P. ist einer der wichtigsten und nur schwer zugängigsten Schutzzonen der Wet Tropics. Nach | |||||
| Mossmann George überqueren wir mit einer Fähre den Daintree River. Im Fluss leben die gefährlichen Salzwasser- | |||||
| krokodile!!! Überall stehen riesige Warnschilder!!! Die letzte Krokodilattacke auf Menschen gab es im Jahr 1994! | |||||
| (Auf dem Rückweg machen wir eine Fahrt auf dem Fluss, um nach Krokodilen Ausschau zu halten) Angeltouren können | |||||
| ebenfalls hier gebucht werden. Nachdem wir mit der Fähre übergesetzt haben, führt eine inzwischen asphaltierte Straße | |||||
| durch den Cape Tribulation Park, in dem der Regenwald bis zu den Sandstränden wuchert!! Der Nationalpark wurde von | |||||
| der Unesco zum Weltnaturerbe der Menschheit erklärt. Mehr als 1.100 Baum- und Pflanzenarten hat man hier in den | |||||
| Regenwäldern gezählt. Während der Regenzeit gibt es oft unpassierbare Strassen. Vom Cape Tribulation aus, welches | |||||
| nach Capt. Cook benannt wurde- sein Schiff schlug am Korallenriff leck - ist die Strasse nur noch mit Allrad- Gelände- | |||||
| wagen zu befahren (extreme Steigungen und Flussdurchquerungen!!). Wir fahren vorbei an riesigen Teeplantagen bis | |||||
| zum Jindalba-Boardwalk. Auch hier führt uns unser Tourguide über einen aus Holzplanken angelegten Steg direkt in den | |||||
| Urwald. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen. Dennoch ist Vorsicht geboten, um nicht auf den nassen Blättern aus- | |||||
| zurutschen. Es ist einfach fantastisch, und man hat ein Gefühl, das schwer zu beschreiben ist. Hier entfaltet und ent- | |||||
| wickelt sich die Natur ohne Zutun von Menschenhand. Es ist absolut beeindruckend!!! Riesige Lianen bahnen sich ihren | |||||
| Weg. Eukalyptusbäume, Gummibäume und Farne wachsen hier in unvorstellbaren Dimensionen. Von den Temperaturen | |||||
| her ist es zu ertragen. Die Luftfeuchtigkeit ist lange nicht so hoch wie in der Karibik. Wir entdecken kleine Leguane, | |||||
| viele bunte Vögel und riesige Spinnen. Am Parkplatz machen wir eine Kaffee- und Teepause, dann geht es weiter zur | |||||
| Cape Tribulation Beach. Leider ist es bewölkt. Trotzdem mache ich ein paar Fotos von dieser herrlichen Bucht, an der | |||||
| der Urwald bis an den Strand reicht. Auch die Mangroven bahnen sich ihren Weg bis an die Beach!! Jetzt ist erst einmal | |||||
| Mittagspause. Norbert isst Fisch, und ich bestelle mir ein Krokodilsteak. Dazu gibt es einen herrlichen Salat und | |||||
| Weißwein; zum Nachtisch Früchte der Region und einen Kaffee. Gestärkt geht es nun zurück zum Daintree River, um | |||||
| auf einem Boot Ausschau nach Krokodilen zu halten. Wir haben Glück und sehen ein riesiges ca. 5m langes Krokodil!! | |||||
| Es liegt leicht versteckt in den Mangroven und schläft. Auf dem Rückweg sehen wir noch ein Baby-Krokodil. Wieder | |||||
| sicher in unserem großen 4W-Vihicle, geht es zurück Richtung Cairns und vorbei an der Palm Cove Beach. Übrigens, | |||||
| auch eine gute Alternative, um dicht am Regenwald und in der Nähe von Cairns zu wohnen. Voller großartiger Ein- | |||||
| drücke sind wir wieder in unserem Apartment angelangt. Wir machen uns ein wenig frisch, und gehen dann im Thai- | |||||
| Restaurant, direkt am Strand, noch etwas essen. Alles ist vorzüglich gewürzt und schmeckt hervorragend! Das war | |||||
| heute ein erlebnisreicher Tag, den wir nicht so schnell vergessen werden. Da fällt mir noch etwas ein - wir haben im | |||||
| Restaurant einen ganz exzellenten Rotwein getrunken.1 Flasche Yalumba Shiraz 2000!! Für 17,50 AUD§!! Für 2 Bier | |||||
| zahlen wir bei uns zu Hause schon 6 Euro! Hoffentlich wird das Wetter morgen endlich ein wenig besser. Aber wenn es | |||||
| eben so sein soll, ist es auch egal. Wichtig ist, was man mit seinen eigenen Augen sieht, kann einem keiner mehr | |||||
| nehmen. Natürlich können Fotos auch schön sein und die Erinnerungen wiederbringen. Doch auch unser Gedächtnis | |||||
| speichert die schönen Momente, und die bleiben ewig!!! Ich werde jetzt noch ein paar Zeilen schreiben und nachlesen, | |||||
| was es morgen alles zu sehen gibt. Gute Nacht! | |||||
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| Dienstag, 06.05.03 | |||||
| Das Wetter wird wieder besser. Es ist heiter bis wolkig bei 21°C. Wir frühstücken gemütlich und laufen dann immer am | |||||
| Strand entlang zu einem Look-out. Von hier aus hat man einen großartigen Blick auf die Trinity Beach. Heute ist das | |||||
| Baden im Meer verboten!! Die rote Flagge hängt am Strand. Wegen des Windes sind die Strömungen zu stark. Außer- | |||||
| dem darf man nur an bestimmten Strandabschnitten baden, da von Dezember bis Mai der Jelly Fish hier zu finden ist. | |||||
| Das ist eine bestimmte Quallenart, deren Biss sehr gefährlich ist!! Ist man aber gebissen worden, stehen am Strand | |||||
| Behälter mit Essigflaschen zur 1. Hilfe bereit. Essig über den Biss gießen und Life Guard zur Hilfe holen oder ,,000" | |||||
| wählen!!! Auch vor Haien und Krokodilen sollte man sich in Acht nehmen!! Zum sicheren Baden sind an gekennzeich- | |||||
| neten Stellen Netze im Wasser gespannt, die verhindern, das besagte Tiere hindurch schwimmen. Um 12:10 Uhr werden | |||||
| wir an der Bushaltestelle neben dem Hotel abgeholt. Unser Fahrer heißt David und arbeitet für Cairns Discovery Tours. | |||||
| Man merkt sofort, dass ihm seine Arbeit Spaß macht. Wir sind insgesamt 12 Leute und fahren mit einem kleinen Bus. | |||||
| David fragt uns nach unseren Vornamen und kann sich auch den ganzen Tag alle unsere Namen merken. Er ist im | |||||
| botanischen Bereich sehr bewandert und hat in vielen Bereichen ein ausgesprochen gutes Wissen, das er uns sehr | |||||
| anschaulich weitergibt (Karten, Bücher ect.). Die Tour ist ein Erlebnis und sehr zu empfehlen- aber nur mit David! Er | |||||
| kommt übrigens aus Südafrika und hat lange Zeit in Wales gelebt. Ab und an fliegt er zu seiner Family nach Melbourne. | |||||
| Er liebt über alles das Tropische, deshalb hat er sich für Queensland als Wohnort entschieden. Wir machen eine kleine | |||||
| Stadtrundfahrt durch Cairns mit seinen 120.000 - 135.000 (je nach Saison) Einwohnern. Wer die Abwechslung und das | |||||
| Lebhafte liebt, der ist in Cairns in einem der vielen Hotels gut aufgehoben. Er fährt sogar mit uns über den Friedhof von | |||||
| Cairns, um uns einige Vogelarten zu zeigen. Im Hafen liegt das UK-Marineschiff der Prinzessin Margarethe von England. | |||||
| Weiter geht es zu den Flying Doctors, wo wir einen Einblick über die Arbeit der 1972 gegründeten Basis bekommen. Die | |||||
| Basis in Cairns ist eine von 7 insgesamt in Queensland und besteht aus 3 Flugzeugen, 9 Ärzten, 5 Piloten, 2 Psychologen | |||||
| und vielen anderen Helfern. Sie alle sind die medizinische Verbindung zwischen Cairns und dem Outback. Gegründet | |||||
| wurden die Flying Doctors 1928 von Reverend John Flynn, der als Missionar unterwegs war. Heute sind die Flying Dr.`s | |||||
| rund um die Uhr im Einsatz. Weiter geht es zu einem gemütlichen Coffee-Shop, wo wir kleine Muffins mit Marmelade | |||||
| und Schlagsahne probieren. Dazu gibt es einen Tee oder einen Kaffee. Es regnet wieder wie aus Eimern! Wir halten | |||||
| am Botanischen Garten und reiben uns erst mal mit Mückenschutz ein. Hier sind die Moskitos besonders hartnäckig! | |||||
| David meint, sie stehen auf dunkle Farben. Eine ältere Dame in unserer Gruppe wird besonders attackiert, da sie eine | |||||
| dunkle Jacke an hat und einen schwarzen Schirm trägt. Der Botanische Garten ist sehr sehenswert und sollte auf keinem | |||||
| Cairns-Besuch fehlen!. Herrliche tropische Blumen und Pflanzen, soweit das Auge reicht! Der Regen lässt nach, aber | |||||
| die Moskitos sind immer noch sehr aufdringlich. Nun fahren wir zu einen herrlichen Look-out. Von hier oben hat man | |||||
| einen absolut fantastischen Blick auf Cairns und das Meer. Als wir oben ankommen, lässt sich gerade ein japanisches | |||||
| Brautpaar fotografieren. David zeigt uns auf einer Karte, wie wir gefahren sind und wie es von hier aus weitergeht. | |||||
| Die Sonne kommt wieder raus. Also, auf geht es zum Paradise Palms Golf Course - ich glaube, für etwa 16 Mio.$ von | |||||
| den Japanern erbaut. Super toll angelegt!! Hier kann man das Geld förmlich riechen. Alles vom Feinsten!! Jedenfalls | |||||
| auch einen Abstecher wert! Langsam verschwindet die Sonne hinter den Bergen. Über Palm Cove fahren wir zurück | |||||
| zur Trinity Beach und essen im Thai-Restaurant noch etwas zu Abend. Ein wunderbarer Ausflug mit einem hervor- | |||||
| ragenden Tour-Guide geht zu Ende! Morgen ist die Kuranda-Tour angesagt. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Nach | |||||
| der Tour übernehmen wir dann am Abend in Cairns unseren Mietwagen. Bis morgen dann! | |||||