El Hierro ISLAS
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Reisebericht 1997
Seite 3
| Donnerstag, 17.7.1997 |
| Heute scheint die Sonne schon über den Berg, und wir frühstücken draußen. Der Besuch der Rieseneidechsen steht |
| heute auf dem Programm. Um 11:00 Uhr gehen wir etwas Geld kaufen, und um 12:30 Uhr fahren wir runter zum |
| Guanchendorf. Dort sind auch die Eidechsen zu sehen. Früher gab es noch Exemplare von 1,20 m Länge. Heute |
| dagegen trifft man nur noch selten Tiere an, die einen Meter lang werden. Die meisten Eidechsen haben eine Größe |
| von ca. 60 cm. Mit etwas Glück bekommt man sie nur noch an einer Stelle auf Hierro sehen, und zwar an der Punta |
| Grande. Ansonsten werden nur noch einige Exemplare für Neuzüchtungen im Guanchendorf gehalten. Das Dorf |
| wird im Moment wieder nach und nach original getreu aufgebaut. Das gesamte Dorf ist von Höhlen unterzogen, in |
| denen früher die Ureinwohner gelebt und gearbeitet haben. Alles ist sehr liebevoll wiederhergestellt. Es wird jetzt |
| ganz schön heiß, und wir fahren ins Apartment zurück. Unsere Nachbarn fliegen heute nach Hause, und wir haben |
| noch ein nettes Gespräch. Ich mache uns einen frischen Salat und dann ist Siesta. Heute Abend wollen wir unten im |
| Ort essen. So gegen 20:00 Uhr laufen wir hinunter und gehen ins Restaurant La Frontera. Es ist hier sehr nett und |
| direkt nebenan liegt die gleichnamige hübsche, kleine Pension. Norbert ißt Rinderfilet und ich Krabben in Oel und |
| Knoblauch. Als Vorspeise bestellen wir einen Hierro-Käseteller. Alles sehr lecker !! Dazu natürlich wieder Mojo, |
| Salzkartoffeln und 1/2 Liter Vino de Pata. Zum krönenden Abschluß noch einen Café solo und einen wunderbaren |
| Cognac vom Haus. Das steigt ganz schön in den Kopf ! Wieder oben im Apartment lese ich noch ein bisschen. |
| Na, dann bis morgen! |
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| Freitag, 18.7.1997 |
| Guten Morgen! Wir wollen heute nach Valverde fahren. Es ist total verhangen. Also wieder mit dem Auto durch die |
| Wolkendecke und plötzlich sind wir im herrlichsten Wetter. Die Sonne scheint, und die Bergspitzen schauen aus den |
| Wolken heraus. Es ist wie im Flugzeug. In Valverde ist es kühl und nebelig. Wir gehen ins Touristen-Büro. Die Dame |
| ist sehr nett und spricht ein gutes Englisch. Sie gibt uns noch ein paar wichtige Tipps mit auf den Weg. Wir laufen |
| ein wenig durch den Ort und fahren dann weiter Richtung Flughafen nach La Caleta und Tamaduste. La Caleta ist |
| ein kleines hübsches Dorf östlich des Flughafens. Hier gibt es auch eine Militär-Basis. Westlich des Flughafens liegt |
| Tamaduste, ein noch relativ neuer Ort mit einem natürlichen Schwimmbecken. Wir essen hier gut zu Mittag. |
| Ich bestelle Kaninchen mit Mandelsoße, und Norbert ißt Hühnchen. Frisch gestärkt geht es weiter nach |
| Echedo und dann nach Pozo de las Calcosas, einem alten Dorf direkt unten am Atlantik gelegen. Um dort hinunter |
| zu gelangen, steigt man einen alten Eselsstieg hinab (Fußweg von oben vom Auto ca. 15 Minuten). Unten dann |
| angekommen, führen einige Stufen direkt ins Meer und man kann herrlich im Atlantik baden! Zurück nach Frontera |
| fahren wir über den Mirador de la Pena. Hier oben scheint noch die Sonne, doch bald darauf tauchen wir wieder ein |
| in die Wolkendecke und fahren hinunter nach El Golfo. Überall sind die Einheimischen schon beim Schmücken für |
| das größte Fest der Insel. Auf unserem Dorfplatz spielt eine Zweimann-Kapelle tolle südamerikanische Musik. Wir |
| haben das Gefühl, als wäre das gesamte Dorf am Platz vertreten. Es ist jetzt, um 21:30 Uhr, etwas kühl und ganz |
| schön verhangen. Wieder zurück in unserem Apartment, trinken wir noch gemütlich ein Glas Wein und gehen mit |
| vielen neuen Eindrücken schlafen. |
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| Samstag, 19.7.1997 |
| Es ist noch verhangen. Das Wetter soll aber wieder schön werden. Nach dem Frühstück klart es am Berg langsam |
| auf. Fahren heute zum Hoya del Morcillo, dem Ausflugsziel der Herrenos und dem größten Kiefernwald Hierros auf |
| 2ha Fläche in einer Höhe von 950m. Hierher kommen die Herrenos an Sonn-und Feiertagen zum Grillen und Erholen. |
| Alles ist mit riesigen Grillflächen und vielen Sitzgelegenheiten sehr großzügig angelegt. Auch ein Relief der Insel ist |
| zu sehen. Außerdem gibt es einen wunderschönen Spielplatz für die Kinder. Wer hier gerne zelten möchte, muß sich |
| in Valverde eine kostenlose! Genehmigung holen. Wieder auf der Hauptstraße angelangt, fahren wir immer weiter |
| Richtung Valverde zum Mirador de Las Playas. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick auf den Bonanza-Felsen und |
| das Parador National. Auch vom nahegelegenen Mirador de Isora hat man eine ähnlich schöne Aussicht. In dem |
| kleinen Ort Isora kehren wir ein ins gleichnamige Restaurant. Es ist ganz klein und unscheinbar - Restaurant, Bar |
| und Kaufmannsladen in einem - und sehr nett eingerichtet! Auf jedem Tisch steht eine andere Flasche Inselwein. |
| Wir trinken den von unserem Tisch, einen 86er Vino Tinto de Frontera (1000 Peseten). Dazu bestellen wir eine |
| riesige Salatplatte für ca. 5 DM, fritiertes Kaninchen und Tintenfisch, ebenfalls fritiert. Die eine Mojosoße hat es |
| in sich! Es schmeckt phantastisch!! Zum Abschluß noch einen Käsepudding und einen Café solo (3.725 Peseten). Der |
| Pudding ist übrigens selbstgemacht und schmeckt ganz hervorragend ! Isora ist nämlich der Ort der Käseproduktion. |
| Hierher kommt der Käse der gesamten Insel und wird für den Export verarbeitet. Wir werden bestimmt noch |
| einmal hier essen. Langsam machen wir uns wieder auf den Rückweg. Es ist 16:00 Uhr, und wir legen uns ein wenig |
| hin. Ein Kaffee macht uns anschließend wieder fit. Jetzt um 18:00 Uhr ist es recht windig, und die Sonne scheint |
| noch immer. Gegen 20:00 Uhr gehen wir noch mal runter in den Ort, um etwas zu Abend zu essen. Es schmeckt uns |
| aber gar nicht. Der Fisch ist ganz verbrannt, und die Kartoffeln sind auch nicht der Hit. Na ja, da gehen wir dann |
| eben nicht mehr hin! Es ist fast Vollmond. Gegen 23:45 Uhr gehen wir schlafen. |
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| Sonntag, 20.7.1997 |
| Am Berg scheint schon die Sonne. Heute gönnen wir uns mal eine Ruhepause. Nach dem Frühstück fahren wir runter |
| zum Markt. Die Einheimischen verkaufen hier Obst, Gemüse, Wein, Fisch, Brot und einige Handarbeiten der Insel. |
| Für 270 Peseten kaufen wir ein Kilo Weintrauben. Anschließend laufen wir noch etwas durch den Ort. Es ist jetzt ganz |
| schön warm, und um 12:45 Uhr sind wir wieder am Apartment. Nachdem wir etwas Obst gegessen haben, machen wir |
| Siesta. Mittlerweile ist es recht windig. Gegen 17:00 Uhr trinken wir Kaffee. Ich lese, rätsele und faulenze heute mal. |
| Inzwischen ist neben uns in das kleine Apartment ein junges, ruhiges Pärchen eingezogen. Zu Abend essen wir heute |
| mal zu Hause. Ich mache uns Spaghetti mit Thunfisch und Muscheln. Dazu gibt es einen Salat, und zum Nachtisch |
| essen wir noch ein Joghurt. Nach dem Essen, so gegen 19:30 Uhr, fahren wir noch mal runter zur Punta Grande. Die |
| Wolken werden heute von der Sonne ganz rot angestrahlt. Es sieht sehr schön aus! An den Badestellen am Meer |
| sind sogar noch einige Leute. Wieder zurück im Apartment lesen wir noch ein wenig und gehen dann bald ins Bett. |
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| Montag, 21.7.1997 |
| Mal sehen, was wir heute unternehmen. Es ist bewölkt. Erst mal wird, wie immer, draußen gefrühstückt. Wir haben, |
| trotz Bewölkung, wieder einen herrlichen Blick. Wir beschließen, nach El Sabinal und zur Eremita de Los Reyes zu |
| fahren. Richtung Valverde biegen wir ab zur Eremita. Nach kurzer Fahrt endet die asphaltierte Straße, und wir |
| holpern auf einer Schotterstraße weiter. Hier oben, in ca. 800-900 m, ist es sehr schön. Der Staub sitzt uns in allen |
| Poren. Auf der gesamten Fahrt begegnen uns höchstens 6-8 Autos. Fahren nun durch einen wunderschönen |
| Pinienwald direkt bis zur Eremita. Die heilige Madonna ist aber nicht in der Kapelle, da sie ja alle vier Jahre zur |
| Bajada, wie auch dieses Jahr, über die gesamte Insel getragen wird. Das dauert den gesamten Juli über. Die |
| Kapelle bietet einen schönen Kontrast zu der schwarzen und roten Lava, und da wir hier ganz alleine sind, können |
| wir die einmalige Stimmung gut genießen. Die nächste Station auf unserer Fahrt ist der Mirador de Basco, ein |
| weiterer herrlicher Aussichtspunkt. Leider liegt dieser heute etwas in den Wolken. Von hier aus kann man bei |
| klarer Sicht den ganzen westlichen Teil der Insel überblicken. Auf der Fahrt hierher sind wir auch am höchsten |
| Berg der Insel, dem Malpaso, vorbeigefahren. Er ist 1.500 m hoch. Weiter geht es vorbei an der Heilquelle und |
| Richtung Sabinar, wo wir eine Mittagspause einlegen. Wir essen einen gemischten Salat, Peto mit Salzkartoffeln, |
| und dazu einen Vino de Pata. Zum Abschluß noch eine Quesadilla und einen Café solo. Quesadilla ist eine Art |
| Kuchengebäck aus Weizenmehl, Ziegen-Schaf-oder Kuhkäse, Milch, Eiern, sowie verschiedenen süßherben |
| Gewürzen und schmeckt einfach köstlich! An der Bar werden Porno-Videos und Musikcassetten verkauft. Im |
| Hintergrund läuft ein Fernseher. Die Tour de France wird übertragen. Nach dem Essen fahren wir dann nach |
| Hause zur Siesta. Um 17:00 Uhr kommt die Dame von Jahn-Reisen mit weiteren guten Informationen über diese |
| phantastische Insel. Danach fahren wir runter in den Ort zum Einkaufen. Anschließend geht's dann noch zum |
| Hotel Punta Grande, für morgen abend einen Tisch bestellen. Überall wird jetzt eifrig für die Prozession geschmückt. |
| Irgendwo im Dorf übt man auch schon das Trommeln. Trinken noch gemütlich ein Glas Wein auf unserer Terrasse |
| und gehen dann schlafen. |