Reisebericht   La Palma 2006    Seite 1        

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Samstag, 22.07.06
Endlich! Wieder einmal zieht es uns nach La Palma! Wir können es gar nicht mehr erwarten, und der Hitze in
Berlin endlich entfliehen. Nach dem sehr kalten und langen Winter haben wir nun schon seit etwa 7 Wochen
mörderische Hitze mit Temperaturen bis 38°C!! Zum Arbeiten zu viel und zum Nichtstun für uns auch. Da frieren
wir lieber und ziehen uns etwas an. Arno fährt uns wieder zum Flughafen. Unser Flug geht um 13:25 Uhr. Eigent-
lich sollten wir ja schon um 11:00 Uhr fliegen, aber gestern bekamen wir einen Anruf, dass eine Maschine aus-
gefallen sei. Deshalb der spätere Flug. Nun sind wir am Flughafen in Tegel und müssen warten, da das Trans-
portband defekt ist! Nach einer halben Stunde geht es weiter. Wir checken ein und gehen noch etwas trinken.
Wir fliegen mit Air Berlin und sitzen Reihe 7a und 7b. Auf Teneriffa haben wir einen Zwischenstop und um
18:45 Uhr landen wir auf La Palma. Am Flughafen übernehmen wir von Auto Soyka unseren Mietwagen, und
um 20:45 Uhr treffen wir uns dann mit Frau Naumann von Contacto in El Paso am Supermarkt. Eigentlich
müssten wir nach Los Llanos ins Büro. Da wir aber nun so spät ankommen, treffen wir uns in El Paso, dann
können wir noch etwas einkaufen. Um 13:40 Uhr starten wir. Der Flug verläuft im großen und ganzen  ruhig.
Haben 3 Sitzplätze für uns alleine. Auf dem Flug gibt es Nudeln, Käse und Salat und dann noch einen kleinen
Kaffesnack. Mal sehen, ob wir auf Teneriffa die Maschine verlassen müssen. Na schön, wir brauchen nicht
auszusteigen. Um 17:40 Uhr landen wir auf Teneriffa und um 18:30 Uhr geht es schon weiter nach La Palma.
Wir landen pünktlich um 18:45 Uhr. Dann geht es auch ganz schnell mit den Koffern. Leider müssen die Passa-
giere, die auf Teneriffa dazu gestiegen sind, zurück bis Schönefeld fliegen, da Tegel die letzte Maschine um
24:00 Uhr reinläßt. Also sind dann alle irgendwann um 2:00 Uhr in Tegel!! Hoffentlich geht bei uns auf dem
Rückflug alles glatt. Am Flughafen werden wir von Auto Soyka empfangen. Wir bekommen einen Seat Altea.
Das ist eine Klasse höher, als wir gebucht haben. Wir haben Klasse C mit Klimaanlage. Um 20:00 Uhr sind wir
am Supermarkt in El Paso. Jetzt gehen wir erst mal einkaufen, und um 20:45 Uhr sind wir hier vor dem Super-
markt mit Frau Naumann von Contacto verabredet. Pünktlich ist Frau Naumann da und fährt uns voraus zu
unserer Casa. Die Casa liegt wunderschön und einsam oberhalb von Todoque. Kurze Übergabe - leider ist es
jetzt schon dunkel und wir können den Meerblick nur erahnen. Wir bezahlen das Haus, machen uns etwas frisch
und starten dann noch mal durch nach Puerto de Tazzacorte zum Essen. Hier ist die Hölle los. Ganz La Palma
scheint auf den Beinen zu sein. Eine Band spielt und alles, was 2 Beine hat, tanzt dazu. Natürlich auch die Kinder.
Das es schon fast Mitternacht ist, stört hier keinen! Wir essen im Kiosco Montecarlo zu Abend. Als Spezialität
gibt es Vieja. Das ist ein ganz hervorragender Fisch. Dazu natürlich wieder Papas Arrugadas und einen Vino
dela Casa. Als Vorspeise bestellen wir Tomaten mit Seranoschinken. Den Rückweg zu unserem Haus finden
wir trotz Dunkelheit sofort. Haben uns aber vorgenommen, das nächste mal im Nachbarrestaurant essen zu gehen.
Irgendwie gefällt es uns im Monte Carlo nicht mehr so gut. Auch die Sauberkeit auf den Toiletten lässt sehr zu
wünschen übrig! Zurück im Haus packen wir noch ein wenig aus und lüften mal ordentlich durch. Die Hitze steht
im Haus. Das Haus selbst ist wirklich sehr schön und mit allem Komfort eingerichtet. Der Garten um die recht
hübsche Terrasse könnte allerdings etwas liebevoller bepflanzt sein. Aber die herrliche Aussicht auf das Meer
entschädigt für alles! Wir haben einen Mitbewohner - ein Gecko hat sich bei uns eingemietet. Er bringt aber Glück
und hält uns die Motten und Mücken fern.
Es ist noch sehr warm im Haus. Hoffentlich können wir gut schlafen!
 
                                             
Sonntag, 23.07.06
Wir haben sehr gut geschlafen, und die Temperatur im Haus ist jetzt auch noch zu ertragen. Wir frühstücken auf
der Terrasse. Die Aussicht ist herrlich. Anschließend geht´s zum Einkaufen. In Todoque holen wir erst mal beim  
Fleischer etwas Seranoschinken und Wurst. Schnell fahren wir hinauf zum Haus (es liegt 350 m hoch) und legen
alles in den Kühlschrank. Dann geht es weiter nach Puerto Naos. Wir laufen die Strandpromenade entlang und
holen im Supermarkt noch etwas Selters und 2 Flaschen Wein. Es sind jetzt ca. 28°, und es ist recht warm. Fahren
nach El Remo, um am Meer zu essen. Das machen wir eigentlich schon immer am Abend des Ankunfttages. Da
wir aber so spät gelandet sind, wollten wir das Risiko hinzufahren, und dann nichts mehr zu essen zu bekommen,
nicht eingehen. Nun stehen wir mit dem Auto vor dem El Remo, und es ist leider Ruhetag! Schade! In die anderen
beiden Bars mögen wir aber nicht gehen. So fahren wir nach Tazzacorte und gehen in das Nachbarrestaurant vom
Monte Carlo. Das Essen ist sehr gut, die Toiletten sind sauber und die Bedienung nett, aber etwas überfordert.
Ich esse Sardinen, Norbert isst Krabben in Knoblauch. Dazu bestellen wir Papas Arrugadas und als Vorspeise
Käse mit Seranoschinken. Getrunken wird  wieder eine Selters und ein großes Bier, welches wirklich eisgekühlt
ist. Das schmeckt! Mittlerweile haben wir fast 30°. Unter dem Sonnenschirm ist es sehr heiß. Wir bezahlen und
laufen zum Hafen. Hier fährt die Agamemnon raus aufs Meer, um Wale und Delphine zu beobachten. Die Fahrt
um 15:00 Uhr wird empfohlen. Preis 19,50 Euro mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen von der Kapitänsfrau.
Dauer etwa 2 1/2 - 3 Stunden. Man kann die Fahrt aber auch für ca. 4 Stunden buchen. Dann gibt es auf dem Schiff
frisch zubereiteten Fisch. Preis 30 Euro. Mal sehen, was wir buchen. Wollen morgen noch mal runterfahren. Heute
war leider keiner am Hafen. Wieder am Auto, fahren wir nach Los Llanos und laufen noch ein wenig durch die Gas-
sen am Platz an der Kirche. Im Anschluss an den Platz hat man inzwischen eine verkehrsberuhigte Zone gebaut. Wo
wir immer unseren Cortado und Cafe con leche trinken ist Ruhe eingekehrt. Nur zwei Palmeros sitzen auf einer Bank
und dösen vor sich hin. Wir fahren zurück Richtung Todoque und biegen kurz hinter Los Llanos in Richtung Restau-
rante Balcon de Taburiente ab. Endlich ist das Restaurant mal offen. 2004 war hier immer geschlossen, wenn wir vor-

beigekommen sind. Norbert trinkt einen Kaffee und eine Selters, und ich esse ein Eis. Es ist ein sehr schönes Restau-

rant mit einer fantastischen Aussicht, und wir werden hier mal bestimmt zu Abend essen. Nun geht`s noch tanken und
zu unserem Haus die Terrasse noch ein wenig genießen. Ich schreibe ein bisschen, und dann mache ich uns Abend-
essen. Es gibt eine Käse - und  Schinkenplatte mit Tomaten, Gurken und Oliven. Dazu gibt es einen Teneguia-Wein
(rot). Im Moment zieht wieder der Levante über La Palma und es ist recht diesig. Dadurch geht auch die Sonne nicht
so schön unter. Na ja, in zwei Tagen ist vielleicht wieder alles vorbei und es kühlt sich auch in der Nacht etwas mehr
ab. Im Haus ist es jetzt um 22:00 Uhr noch recht warm. Ich kann schlecht einschlafen. Um 2:00 Uhr werde ich wach,
weil aus einem der Nachbarhäuser ein paar junge Leute recht laut nach Hause kommen. Das geht dann etwa so bis
4:00 Uhr! Dann ist endlich wieder Ruhe, und ich schlafe ein. Um 6:00 Uhr werde ich wieder wach und öffne die Fenster.
Dann werde ich wieder um 7.15 Uhr wach. Es ist jetzt etwas abgekühlt im Haus.
 
                                                          
Montag, 24.07.06
Um 8:00 Uhr stehen wir auf. Am nächsten Montag kommt jemand in unser Haus, wechselt die Bettwäsche und tauscht
die Handtücher. Handtücher, ob große oder kleine, sowie Küchenhandtücher, sind reichlich vorhanden. Die Endreini-
gung haben wir mitgeordert. Wenn wir zwischendurch mal eine Reinigung wünschen, kostet das eine Tagesmiete. Das
sind 80 Euro, in unseren Augen viel zu teuer! Dann machen wir es lieber selbst. Für dieses Geld kann man schön essen
gehen. Wir fahren nach Puerto de Tazzacorte, um zu sehen, wann die Agamenon raus aufs Meer fährt. Sie fährt um
14:00 Uhr. Übrigens sind wir hier 1 Stunde vor unserer Zeit. Wir buchen für heute 2 Tickets und fahren dann noch mal
nach Hause, um für die Fahrt unsere Schwimmsachen zu holen. Mit den Badesachen fahren wir dann wieder runter zum
Hafen. Vorher machen wir aber noch in Tazzacorte Halt und schlendern durch die kleinen hübschen Gassen. Ich hole mir
ein Eis . Am Hafen trinken wir noch einen Kaffee. Etwas verspätet gehen wir auf die Agamenon. Man hat zu viele Leute
gebucht, und so müssen 5 Personen wieder von Bord! Sie können morgen für den halben Preis mitfahren. Wir haben für
die 2 1/2-3 Stunden Fahrt 19,50 Euro bezahlt. Mit etwa 40 Minuten Verspätung geht es los. Der Kapitän fährt uns zunächst
entlang der Nordwestküste bis zur ,,Schönen Höhle". Dann geht es weiter zur nächsten Höhle, der ,, Candelaria", auch die
,,Piratenhöhle" genannt. Hier versteckten früher die Piraten ihre Beute. Heute wird sie von Einheimischen genutzt. Ein
kleiner Trampelpfad führt in ca. 1/2 Stunde hinunter zur Höhle. Kleine Wochenendhäuschen sind unter den Felsvorsprün-
gen entstanden. Man kommt am Wochenende hierher um zu baden, zu angeln oder mit dem Boot zu fahren. Man soll auch
mit einem robusten Auto hinunterfahren können. Die Fahrt sei allerdings sehr abenteuerlich! In die ,,Schöne Höhle", auch
Cueva Bonita genannt, fährt die Agamenon hinein. Aber viel Platz bleibt nicht mehr! Auch das Wenden des Schiffes ist sehr
abenteuerlich und verlangt einiges Fingerspitzengefühl! Das Wasser ist wunderbar blau und ganz klar. Hier in der Höhle ist
es schön kühl. Allerdings stören die Abgase vom Schiffsmotor etwas. In einer kleinen Bucht, am Strand der Erzader, machen
wir Halt. Über das Heck am Boot können wir uns nun in die kühlen Fluten stürzen. Es ist herrlich erfrischend! Selbst Norbert
zieht es ins Wasser. Nach der wohltuenden Abkühlung wird nun etwas für die innere Erfrischung getan. Wir bekommen ein
Glas Sangria. Mein Gott, wann haben wir das letzte Mal Sangria getrunken?! Ich weiß es nicht mehr. Es ist schon zu lange
her. Sie schmeckt hervorragend, ist nicht zu stark und erfrischt wunderbar! Wir sitzen im hinteren Teil des Schiffes mit einem
spanischen jungen Paar und einer Frau aus Deutschland. Überall gibt es Bänke und kleine Tische. Etwa 50 Personen gehen
auf das Schiff. Nach der Wohltat im Meer fährt der Kapitän nun weiter hinaus aufs offene Meer, um nach Delphinen Aus-
schau zu halten. Und wirklich, wir haben Glück!! Hunderte von Delphinen, soweit das Auge reicht!! Sie schwimmen zu zweit,
zu dritt oder zu vier um unser Boot herum und zeigen uns übermütig ihre Kunststückchen!! Mache springen hoch aus dem
Wasser heraus. Das ist wirklich ein einmaliges Erlebnis!! Auch Wasserschildkröten sehen wir. Ich wusste gar nicht, dass
diese auch an der Wasseroberfläche schwimmen. Nachdem wir fast 1/2 Stunde zwischen den vielen Delphinen hin- und her-
geschaukelt sind, machen wir uns auf den Rückweg. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen von der Kapitänsfrau ge-
nießen wir einen letzten Blick zurück zu den Delphinen. Um 18:10 Uhr sind wir wieder im Hafen von Tazzacorte. Das war
ein unvergessliches Erlebnis und unbedingt zu empfehlen!! So, nun aber nach Hause und unter die Dusche. Dann gehts nach
El Remo zum Essen. Natürlich in die erste Strandbaude. Es ist jetzt 19:30 Uhr und wir haben Glück. Es sind noch einige Tische
in der ersten Reihe frei. Wir bestellen Seranoschinken mit Ziegenkäse, Mojo rojo, Papas Arrugadas und Flügelbutt-Filet. Sehr
zu empfehlen!! Dazu einen Vino Tinto de la Casa und Aqua con Gas. Als Nachtisch esse ich noch ein Quesillo und Norbert
trinkt einen Espresso. Alles sehr gut und zusammen ca. 40 Euro. Die Aussicht ist hier im Preis inbegriffen, und die ist einfach
fantastisch! Den Sonnenuntergang bekommt man gleich mitgeliefert. Leider ist der heute nicht so schön. Na ja, das war ja heute
nicht das letzte Mal ,dass wir hier waren. Nun vertreten wir uns in Puorto Naos an der Promenade noch ein wenig die Beine und
dann fahren wir zurück zum Haus. Hier ist es jetzt unerträglich heiß. Wir reißen alle Fenster und Türen auf und setzen uns auf
die Terrasse. Hier ist es auszuhalten. Im Moment weht wieder der Levante von Afrika herüber. Zum Glück nicht so extrem, wie
vor 2 Jahren mit 42°C ! Meist hält er ein paar Tage an, und dann wird es wieder etwas erträglicher. Die Luftfeuchtigkeit ist im
Moment auch sehr hoch und unsere Badesachen trocknen im Haus besser als draußen. Gegen 23:15 Uhr gehen wir schlafen.
Ich versuche noch etwas zu lesen, aber mir fallen die Augen zu.
Na dann, bis morgen!

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