Reisebericht   La Palma 2006    Seite 2        

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Dienstag, 25.07.06
Habe trotz der Wärme ganz gut geschlafen. Heute wollen wir nach dem Frühstück Richtung Süden fahren. Erst ein-
mal geht es bis Fuencaliente und von da aus zur Playa de la Zamora. Hier gibt es einen kleinen Strand (über ein paar
Stufen zu erreichen) und einen kleinen Kiosk (sehr sauber), wo man einige typische kanarische Kleinigkeiten essen
kann. Man sitzt recht einfach, hat aber einen schönen Blick. Also, sehr empfehlenswert! Wir trinken einen Kaffee
und fahren dann weiter. Heute sind die Temperaturen extrem unterschiedlich. In den höheren Regionen ist es sehr
drückend und heiß (um 10:30 Uhr schon 31°C) und weiter unten dann wieder 5°C - 6°C kühler. Das bewirkt bestimmt
der Levante. Nun geht es immer weiter südlich. Am Hotel La Palma Princess biegen wir ab und schauen uns diese
***** -Anlage an. Als wir vor 2 Jahren hier waren, saß vor dem Eingang ein Wachmann und hat uns nicht reingelas-
sen. Diesmal ist alles offen, und so können wir uns diese riesige, schon oben von der Hauptstrasse weit sichtbare An-
lage anschauen. Alles ist wunderbar angelegt, und wir laufen durch eine blühende Oase mit unzähligen Swimmingpools
und Restaurants. Die einzelnen Zimmerkomplexe fügen sich hervorragend in die Anlage ein. Wer keine Lust auf ein
Haus hat, der ist hier, mit dem nötigen Kleingeld, bestimmt gut aufgehoben. Liegt bloß ein wenig vom Schuss. Wer
aber gerne Auto fährt, für den sollte das kein Problem sein. So für eine Woche mal wäre das ja nicht schlecht. Aber
wir wohnen doch lieber in einem Häuschen, da ist man unabhängiger und kann mal hier und mal dort essen gehen und
schön Weinchen trinken! So, nun geht es weiter zum Leuchtturm und zu den Salinen an der Playa del Faro. Hier oben
ist es ganz schön windig. Im kleinen Kiosk am Leuchtturm finden wir ein Plätzchen zum Essen. Nicht, dass man was
Außergewöhnliches erwartet. Es ist eben nur eine einfache Bretterbude am Strand mit ein paar erneuerungsbedürf-
tigen Tischen und Stühlen auf schwarzem Lavasand. Aber eben, urig und die Thunfischkroketten sind weithin bekannt.
Wir bestellen natürlich dieselbigen mit Mojo rojo und Kartoffeln. Dazu einen Salat und ein frisches Dorada (Bier).
Alles zusammen 13,80 Euro und sehr, sehr lecker! Es sind nun alle Tische besetzt. Nach dem Essen vertreten wir uns
oben am Leuchtturm noch ein wenig die Füße und laufen rüber zu den Salinen. Es ist einer der letzten Salzgärten auf
den Kanaren. Etwa 500 Tonnen reines natur belassenes Meersalz wird hier noch nach alter Tradition gewonnen. Natür-
lich in reiner Handarbeit. Den größten Teil allerdings erledigen die Sonne und der Wind. Meersalz ist reich an Spuren-
elementen wie z.B. Kalium,  Jod , Magnesium und Kalzium und ist sehr gesund. Dem Meersalz hier aus Fuencaliente
ist weder chemisches Bleichmittel noch Rieselhilfe beigemischt. Man kann es in jedem Supermarkt für ein paar Cent
kaufen. Ist auch gleich ein schönes Mitbringsel von La Palma. Durch eine bizarr wirkende Lavalandschaft geht es über
Fuencaliente wieder an der Westküste hinauf nach Todoque. Wir kaufen in El Paso noch etwas ein und fahren dann hin-
auf zu unserem haus. Auf der Finca hier oben gibt es 4 Häuser zu mieten. An der Casa Jardin gibt es im hinteren Anbau
einen Waschmaschinenraum mit Bügelbrett und Bügeleisen, der von allen Häusern benutzt werden kann. Ich werde jetzt
etwas waschen und schreiben und dann machen wir es uns bei einem Glas Wein mit Salat, Schinken und Käse gemütlich.
Scheinbar ist der Levante weiter gezogen, denn heute Abend ist es herrlich kühl auf der Terrasse. Der Sonnenuntergang
sieht auch schon viel klarer aus. Mal sehen, was uns das Wetter morgen so zu bieten hat.
Gute Nacht!
                                                               
Mittwoch, 26.07.06
Guten Morgen! Es ist heute ganz klar. Nur über dem Meer ist es diesig. Nach dem Frühstück auf unserer Terrasse fah-
ren wir nach Argual. Wir bewundern die sehr schön restaurierte Zisterne, gehen zum Glasbläser, der wieder wunderbare
stücke gearbeitet hat, laufen durch die Häuser und schauen den Arbeitern und Arbeiterinnen in der Bananenfabrik  bei
der Arbeit zu. Weiter geht es nach Los Llanos zu Contacto. Wir wollen unsere Mails abfragen und nach dem Wetterbe-
richt sehen. Heute 24°C und morgen und übermorgen Regen. Dann wieder sonnig und 24°-25°C. Wir laufen durch Los
Llanos, schauen, ob unsere bevorzugten Restaurants noch da sind, besuchen den kleinen Markt und trinken an der Plaza
de Espana einen Cortado. Viel hat sich in Los Llanos in den letzten zwei Jahren getan. Die meisten Häuser sind hübsch
hergerichtet und haben einen neuen Anstrich bekommen. Viele Häuschen leuchten in allen Farben. hinter der Plaza an
der Kirche ist eine neue Fußgängerzone entstanden und alles ist hübsch bepflanzt. Viele neue Geschäfte haben geöffnet.
Auch einen kleinen hübschen Park haben wir gegenüber von Contacto entdeckt. Für ca. 175.000 Euro entsteht hier ein
wahres Prachtexemplar mit kleinem Wasserfall, vielen, mit Mosaiksteinen verzierten Bänken und kleinen Brücken aus
Lavagestein. Sehr hübsch und sehenswert!! Nur leider noch nicht ganz fertig. Wir durften aber trotzdem schon mal kurz
in den Park und uns alles ansehen. Wer sagt, Los Llanos sei ein hässlicher Ort, der hat sich nicht richtig umgeschaut
und ist nur die Hauptstraße entlanggefahren. Wir finden, auch hier kann man viele schöne Plätzchen entdecken, die ihren
Charme haben. Es ist jetzt kurz nach 14:00 Uhr, und die Temperaturen sind recht angenehm. Wir fahren hinauf zum Haus
und werden jetzt ein wenig faulenzen. Die Geckos und die Eidechsen lassen sich mit Keksen füttern. Unter dem Mandel-
baum sitzt es sich jetzt recht schön und man kann hinaus auf das Meer schauen. Gegen Abend fahren wir hinunter nach
Puerto de Tazzacorte um zu essen. Ich bestelle Dorade und Norbert isst Krabben in Knoblauch. Als die Sonne untergeht,
wird der Felsen im Hintergrund herrlich angestrahlt. Wir machen uns auf den Rückweg. Die Mondsichel ist heute ganz
klar und der Himmel hängt voller Sterne.
Wenn es morgen klar ist, fahren wir Richtung Norden!
                                                                                                 
Donnerstag, 27.07.06
Schöne klare Sicht! Kein Regen! Wir fahren also Richtung Norden immer an der Westküste entlang. Am Mirador del
Time machen wir unseren ersten Halt. Die Sicht ist fantastisch! Man blickt in das Aridane-Tal, auf das Meer und in die
Caldera. Weiter geht es über Tijarafe, vorbei an Puntagorda und Garafia, immer Richtung Norden. Hinter La Zarza bie-
gen wir links ab nach El Tablado. Wir parken unseren wagen am Ortseingang. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu
sein. Das Dorf zieht sich einen steilen Höhenrücken entlang. Vom Mirador haben wir einen fantastischen Blick auf La
Fajana, den Baranco und die Küste. Es ist ruhig in den kleinen Gassen. Die Einheimischen grüßen uns alle sehr freund-
lich und bieten uns Birnen und Pflaumen an. Am Straßenende liegt die kleine Kirche. Hier stehen auch mehrere Drachen-
bäume. In einem kleinen Haus, welches gleichzeitig Kaufmannsladen und Bar ist, trinken wir einen Cafe con leche. Die
alte Frau zeigt uns einen herrlichen Bildband von La Palma. Wunderbare Aufnahmen! Das ist hier wirklich ein schönes
abgelegenes Fleckchen Erde! Hotels und Pensionen gibt es nicht. Dafür kann man aber Häuschen des Turismo Rual
mieten, das sind typisch kanarische Unterkünfte. Kurz vor dem Ortseingang gibt es ein kleines hübsch gelegenes Restau-
rant, das Restaurante ,, El Moral". Von hier hat man einen fantastischen Blick auf El Tablado und auf das Meer. Innen
ist es sehr gemütlich. Da der Wind ganz schön pfeift, sind die Tische im Inneren gedeckt. Auch hier kann man die schöne
Aussicht genießen. Wir genießen den herrlichen Blick und die Ruhe und bestellen etwas zu essen. Ziegenkäse mit Schin-
ken, Brot mit Aioli, Rührei mit Speck und Ziegenbraten mit Schrumpfkartoffeln. Dazu einen wunderbaren Vino Tinto de
la Casa und nach dem essen 2 Cortado. Als kleine Zugabe bekommen wir noch ein paar selbst geerntete Pflaumen und
je einen Johannisbeerlikör. Das Essen war ausgezeichnet! Die Einwohner hier versorgen sich ausschließlich selbst. Wir
kommen gerne mal wieder an diesen schönen Ort!! Jetzt fahren wir noch etwas nördlicher und biegen dann die Straße nach
La Fajana ab. Man muss aber schon sehr aufpassen, dass man das unauffällige Holzschild nicht verfehlt! Nun geht es etwa
4 Km über eine zwar asphaltierte, aber wildromantische, sehr enge Straße immer am Hang des Barancos entlang hinunter
nach La Fajana. Das Örtchen erinnert an eine Geisterstadt. Alle Häuschen sind während der Woche verlassen und werden
nur an den Wochenenden von den Einheimischen genutzt. Dazwischen überall Bananenplantagen. Auch einen verlassenen
Strand gibt es hier. Aber Vorsicht ist geboten, da die Strömung sehr stark ist. Wie schon in El Tablado hat man auch von hier
einen herrlichen Blick über die Küste. Nun geht es die abenteuerliche Straße wieder zurück zur Hauptstraße. Unten treffen
wir noch auf drei Autos. Eine kleine Gruppe hat sich hier eingefunden, um, so glauben wir, ein paar Fotos zu schießen oder
einen Film zu drehen. Eine wirklich tolle Umgebung für Außenaufnahmen! Wir machen uns langsam wieder auf den Rück-
weg nach Los Llanos. Kurz vor Tijarafe machen wir am Restaurante Le Muralla Halt und trinken einen Cortado. Hier hat
ebenfalls eine schöne Sicht. Gegen 19:15 Uhr sind wir wieder zu Hause und genießen unsere Terrasse bei einem Glas Wein.
Von El Paso her hört man die Trommeln. Dort ist für etwa 1 Woche ein Musikfest. Morgen Abend wollen wir mal vorbei-
schauen.
Gute Nacht!

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