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Freitag, 28.07.06 |
| Um 6:00 Uhr
kräht der Hahn und ich werde wach. Es wird wohl wieder ein ganz
klarer Tag mit etwa 26°C. Bei uns zu |
| Hause geht derweil die Hitze weiter
mit bis zu 36°C! Heute ist Faulenzen angesagt. Ich werde jetzt noch
ein paar Kar- |
| ten schreiben. Wir fahren nach El
Paso und stecken die Karten in den Briefkasten. Bis 4.8. gibt es
überall klassische |
| Musikaufführungen. In El Paso hat
sich viel getan. Das Rathaus hat einen hübschen Farbanstrich
bekommen und der |
| große Platz bekommt auch ein neues
Outfit. Überhaupt sind viele Häuser mit bunten Farben angestrichen.
Das sieht |
| sehr hübsch aus. Wir fahren wieder
zurück zum Haus. Ich setze mich unter den Mandelbaum in den Schatten
und lese |
| in unserem La Palma-Buch. Der Wind
frischt auf, und so ist es im Schatten schon etwas kühl. In der
Sonne zu liegen |
| halte ich aber auch nicht sehr lange
aus, und deshalb kann ich es auch gar nicht verstehen, wie so
mancher stunden- |
| lang in der Sonne braten kann. Na
ja, jedem das Seine! Gegen 18:00 Uhr fahren wir runter nach El Remo
zum Essen. |
| Ich bestelle noch mal den Gallo
(Flügelbutt) und Norbert ißt Fischkroketten. Dazu einen Salat und
Vino de la Casa. |
| Mein Fisch ist wieder ausgezeichnet.
Norberts Kroketten sind nicht schlecht, kommen aber vom Geschmack
her nicht |
| an die Thunfischkroketten von Faro
heran! Es sitzt sich sich wieder herrlich hier direkt am Meer. Es
ist Freitag und |
| Einheimische sind noch beim Baden
oder beim Angeln. Wir genießen es, dass es im Restaurant noch nicht
so voll ist. |
| Die meisten Einheimischen kommen
erst gegen 20:30 Uhr zum Essen. Es ist ganz klar jetzt um 19:00 Uhr,
und der Ho- |
| rizont ist gestochen scharf. Auf dem
Rückweg machen wir bei herrlichem Licht noch ein paar schöne
Aufnahmen in den |
| Bananenplantagen. In Puerto Naos
kaufen wir in einem hübschen kleinen Laden eine herrlich bemalte
Eidechse aus |
| Holz. Sie bekommt zu Hause ein
schönes Plätzchen. Eine hübsche Schale mit Fischmotiven nehmen wir
auch noch mit. |
| Wir wollen jetzt noch kurz nach El
Paso fahren und schauen, wo sie die Klassik spielen. Leider drinnen.
Das ist aber |
| schade.So laufen wir noch mal zur
Kirche hinauf und fahren dann zurück zum Haus. Wir schauen
Nachrichten. Es ist |
| jetzt 22:30 Uhr, und ich werde noch
etwas lesen. |
| Dann, bis morgen! |
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| Samstag, 29.07.06 |
| Herrlicher
Sonnenschein, und an den Bergen hängen ein paar kleine Wölkchen. Es
ist noch recht frisch, und so kann |
| man zum Frühstück auf der Terrasse
noch gut einen Pullover vertragen. Wir kaufen schnell etwas ein und
fahren dann |
| hinauf zur Cumbre nach El Pilar.
Kurz vor dem Tunnel Richtung Flughafen windet sich die Straße erst
durch einen herr- |
| lichen Kiefernwald und dann durch
Lava- und Aschefelder hinüber zur Ostküste. Hier oben treffen sich
die palmerischen |
| Familien am Sonntag zum Picknick. Es
gibt rustikale Tische und Bänke, Grillplätze mit Holz, Wasser,
Toiletten und Spiel- |
| plätze für die Kinder. Man hat genug
Platz und sitzt den anderen nicht gleich auf der Pelle. Herrlich
kühl ist es unter den |
| Kiefern, und auf den Kiefernadeln am
Boden läuft man wie auf einem Teppich. Der ideale Ort, wenn es unten
im Ort zu |
| heiß ist. Die Ostküste liegt unter
einer Wolkendecke. Wir fahren hinunter nach Mazo. Am Markt werden
schon eifrig die |
| Stände
aufgebaut. Alles was La Palma an Köstlichkeiten zu bieten hat , wird
hier verkauft. Sollte man mal gesehen haben, |
| ist uns aber
schon zu touristisch. Unten in der schönen Kirche San Blas von 1512
findet gerade eine Trauung statt. Wir |
| fahren weiter
nach El Molino, einer alten Mühle. Hier befindet sich die
bekannteste Keramikwerkstatt der Kanaren. |
| Nach alten
Formen und Mustern der Guanchen werden wunderbare Tongefäße
hergestellt. Sehr schön, aber nicht billig. |
| Wir haben
mittlerweile auch schon einige Teile zu Hause zu stehen. Weiter geht
es , am Flughafen vorbei, nach Los Can- |
| cajos. Das war
ja vor 30 Jahren noch unsere erste Urlaubsadresse auf La Palma.
Mittlerweile hat sich natürlich einiges |
| getan. Man hat
nicht hoch gebaut, aber leider, für die ca. 15.000 Touristen jedes
Jahr auf der gesamten Insel, zu viel. |
| Etliche
Wohnanlagen und Geschäfte stehen leer. Viele Anlagen sind ungepflegt
und hinterlassen einen erbärmlichen |
| Eindruck.
Schade! Auch hier könnte man einiges tun, damit man sich wohlfühlt.
Weniger ist nun mal mehr! Wir trinken |
| einen Kaffee
und fahren durch den Tunnel wieder rüber an die Westküste. Herrlich
Sonnenschein empfängt uns hinter |
| dem Tunnel.
Oben am Pass hatten wir an der Ostküste teilweise nur 18°C. Hier auf
der Westseite, bedingt durch die |
| Sonne , sind
es momentan 26,5°C. Zurück an unserem Haus lassen wir es uns gut
gehen und lesen ein wenig. Nach einer |
| erfrischenden
Dusche fahren wir nach Los Llanos zum Essen. Wir essen im El Hidalgo,
welches uns auch schon vor zwei |
| Jahren so gut
gefallen hat. In einem kleinen gemütlichen Innenhof eines alten
restaurierten kanarischen Hausesbewirtet |
| eine Deutsche
ihre Gäste. Wir essen einen Rinderfiletspieß mit Paprikagemüse. Als
Vorspeise bestellen wir Seranoschin- |
| ken und einen
gemischten Salat. Als Nachspeise wählen wir Karamellpudding nach Art
des Hauses und einen Cortado mit |
| Schuß. Dazu
trinken wir natürlich wieder einen Vino tinto, eine Flasche Hoyo de
Mazo 2004. Alles äußerst schmackhaft |
| und sehr zu
empfehlen! Die Bedienung ist sehr freundlich und aufmerksam! Wir
zahlen 50 Euro. Das ist ok. Anschließend |
| vertreten wir
uns noch ein wenig die Beine und schauen beim La Luna vorbei. Das La
Luna ist Galerie und Musikkaffee |
| und ein sehr
beliebter Treffpunkt für den Abend und bis spät in die Nacht.
Dienstags und donnerstags treten Solisten und |
| Musikgruppen
auf. Wir wollen einen Abend mal auf ein Glas Wein herfahren. Es ist
jetzt 21:30 Uhr und wir fahren wieder |
| hinauf zu
unserem Haus. Wir schauen noch Nachrichten und gehen dann schlafen.
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| Ein schöner
Tag geht zu Ende! |
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Sonntag, 30.07.06 |
| Heute ist es
recht kühl, aber ganz klar. Den Vormittag lassen wir ruhig
verstreichen. Ich mache eine Waschmaschine an |
| und wische derweil das Haus.
Schreibe noch ein paar Postkarten und lese etwas in der Zeitung.
Gegen 13:00 Uhr fahren wir |
| runter nach Argual. Wir wollen in La
Casona de Argual zu Mittag essen. Auf dem Marktplatz ist noch
einiges los. Sonntags |
| ist hier nämlich immer Markt. Leider
hat das Restaurant zu. Na ja, dann fahren wir nach Los Llanos. Auch
hier haben alle |
| Restaurants, die uns gefallen würden
geschlossen, und öffnen erst am Abend. Dann versuchen wir es in
Todoque im Restau- |
| rante ,, Cervantes". Hier sind wir
die Jahre schon oft vorbeigefahren oder haben auf die Speisekarte
geschaut. Es war aber |
| immer geschlossen. Nur Sonntags ist
mittags geöffnet, sonst nur abends. Donnerstags ist Ruhetag.
Eigentlich hat es uns auch |
| etwas gestört, dass es direkt an der
Strasse liegt. Nun werden wir vom Gegenteil überzeugt. Wir sind mehr
als angetan als |
| wir dieses hübsche, kleine
Restaurant betreten! Alles ist mit viel Liebe zum Detail
eingerichtet. Man sagte uns auch, dass es |
| nicht gerade preiswert sei. Das
finden wir nicht, denn für gute Qualität am Essen und nettes
Ambiente zahlen wir gerne einen |
| angemessenen Preis! Es lohnt sich
wirklich, mal in díeser kleinen Oase vorbeizuschauen! Es gibt nur 9
oder 10 Tische. An den |
| Plätzen liegen hübsche kleine
Einstecktaschen für das Besteck, und an jedem Tisch liegt ein
Fächer, falls einem zu warm ist, |
| oder man evtl. aufsteigende Hitze
bekommt, wie ja bekanntlich ab und an mal in unserem Alter!
Zwei kleine Sonnenschirme |
| stehen aufgespannt im Restaurant. In
die Schirme sind kleine Sternlämpchen mit Tüll dekoriert. In der
Ecke steht eine wun- |
| derschöne alte Standuhr, die
halbstündlich ihren Schlag ertönen lässt. Ein kleines Regal ragt in
den Raum, auf dem sich un- |
| zählige eingemachte Köstlichkeiten
und Weine befinden. Auch verschiedene Grappasorten kann man zum
Mitnehmen er- |
| werben. Das Restaurant wird von
einer Deutschen und einem Spanier geführt. Er ist Koch und bereitet
das hervorragende |
| Essen zu. Wir bestellen als
Vorspeise Ziegenkäse von La Palma mit Tomaten. Ich esse als
Hauptgericht Ziegenragout mit |
| Quitte, Gemüse und Naturreis. So ein
Ziegenfleisch habe ich noch nie gegessen!! Es schmeckt hervorragend,
und es ist so |
| gut mariniert, dass der strenge
Ziegengeschmack kaum mehr wahrzunehmen ist. Norbert isst Maccaroni
Alfredo, auch sehr |
| gut zubereitet mit Gorgonzola,
Schinken und Gewürzen. Alles ist sehr nett fürs Auge dekoriert.
Norbert bekommt noch einen |
| gemischten Salat. Zum Nachtisch esse
ich noch ein Eis mit Himbeeren von La Palma und trinke einen Grappa
mit Sahne ver- |
| feinert. Norbert genießt einen
Grappa. Wir sind sehr zufrieden, und können nur jedem empfehlen,
hier mal essen zu gehen. |
| Und so beschließen wir, abends mal
öfter vorbeizuschauen. Selbst die liebevoll ausgestattete Toilette
ist einen Besuch wert! |
| Wo hat man es schon, dass man ein
kleines Handtuch nur für sich hat, und es dann in den unter dem
Waschbecken befind- |
| lichen Korb werfen kann. Alles in
allem bezahlen wir 46 Euro, und finden, der Preis ist angemessen.
Übrigens hatten wir noch |
| einen sehr guten Vino tinto de la
Casa und Agua con gas. Also, solltet Ihr mal auf La Palma sein, rein
ins ,,Cervantes" und |
| genießen!! Es lohnt sich! Auch die
Strasse direkt durch Todoque hat uns, dank der herrlichen und leise
im Hintergrund spie- |
| lenden Musik, nicht gestört. Wir
fahren wieder nach oben zu unserem Haus und faulenzen. Gegen 19:00
Uhr fahren wir runter |
| nach Tazacorte und laufen ein wenig
durch die kleinen engen Gassen. Sehr hübsch ist es hier zwischen den
vielen alten Häu- |
| sern. Auch das Bananen-Museum
befindet sich hier. Von der erhöhten Plaza an der St Michaels Kirche
hat man einen herr- |
| lichen Blick auf das Meer und die
Bananenplantagen. Gegen 21:00 Uhr sind wir wieder oben an unserem
Haus und sitzen |
| bei einem Glas Wein und kleinen
Köstlichkeiten auf unserer Terrasse. |
| Dann angenehme Nachtruhe! |
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Montag, 31.07.06 |
| Guten Morgen, heute ist es recht
windig, aber ganz klar. Zum Frühstücken braucht man schon einen
Pullover. Wir fahren |
| Richtung Garafia immer an der
Westküste entlang. In Puntagorda wird schon für ein bevorstehendes
Fest der Dorfplatz |
| geschmückt. In Garafia selber hat
sich noch nicht viel verändert. Heute haben wir aber Glück, die
schöne restaurierte Kir- |
| che aus dem Jahre 1552 ist offen,
und so können wir sie endlich auch mal von innen sehen. In dem
ersten Restaurant am |
| Platz rechts oberhalb der Kirche
essen wir zu Mittag (wie auch schon vor zwei Jahren). Ich esse Lamm
und Norbert Kar- |
| toffeln gefüllt mit Hackfleisch.
Dazu trinken wir einen sehr guten Vino blanco de la Casa aus Garafia.
Alles sehr gut und |
| preiswert (mit Quesillo 26 Euro).
Wir fahren weiter. Hier und da kommen wir an schönen alten Mühlen
und an herrlichen |
| Drachenbäumen vorbei. Auch das
Restaurante ,,Azul", welches im Reiseführer als das beste Restaurant
der Insel ange- |
| geben ist, schauen wir uns an. Es
liegt sehr abseits der Hauptstrasse, in der Nähe von Las Tricias,
3km eine enge Strasse |
| hinauf. Nur Freitag, Samstag und
Sonntag ist von 14:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Ein Österreicher ist
der Eigentümer und |
| Koch zugleich und verwöhnt die 20
Gäste, die hier nur Platz finden. Es ist wunderschön hier oben, und
man könnte denken, |
| man ist auf der Alm. Es muss aber
weithin bekannt sein, trotz der Abgelegenheit, denn um Reservierung
wird gebeten. Über |
| Tijarafe fahren wir wieder zurück
nach El Paso, wo wir im Supermarkt einkaufen gehen. Übrigens hat der
Wind aufgefrischt. |
| In Garafia war es sogar recht
stürmisch, und an einigen Stellen konnte man gar nicht den
Fotoapparat halten. Um 19:00 Uhr |
| sind wir wieder zu Hause. Jetzt
machen wir es uns gemütlich. Ich setze mich noch etwas in die Sonne
und lese. Obwohl die |
| Sonne jetzt schon recht tief steht,
sollte man sich nicht täuschen, und sich auch um diese Zeit noch gut
mit Sonnenschutz ein- |
| cremen. Es ist sehr windig, und so
werden wir im Haus zu Abend essen. Wir haben übrigens Besuch, die
beiden Hunde aus |
| der Nachbarschaft sind bei uns.
Seitdem ich ihnen ein Stück Schinken gegeben habe, weichen sie uns
nicht mehr von der |
| Seite. Der eine scheint schon ein
alter Herr zu sein und ist sehr zutraulich. Der andere Hund ist sehr
scheu und hat sicher- |
| lich schon schlechte Zeiten erlebt.
Sie haben aber beide ein Halsband um, und sie werden uns wohl für
den Rest des Urlaubs |
| Gesellschaft leisten. Wir sind schon
lange im Haus und schauen noch Nachrichten, da liegen sie beide
immer noch draußen |
| im Garten. Morgen wollen wir nach
Los Llanos einige Dinge erledigen und mal nach einem Türklopfer
Ausschau halten. Die |
| sieht man hier auf der Insel an fast
jeder zweiten Tür, und einer ist schöner als der andere. |
| So, nun erst einmal eine Gute Nacht! |